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Zertifizierte Zentren

Zertifizierte Weaningzentren

Das WeanNet ist ein Netzwerk pneumologisch gefĂŒhrter Weaning-Zentren und wurde von der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. gegrĂŒndet. Auf die Entwöhnung von mechanischer Beatmung spezialisierte Zentren in Deutschland können sich vom WeanNet zertifizieren lassen. Ziel der Zertifizierung ist, durch klar definierte Strukturen und Prozesse die VersorgungsqualitĂ€t und das Therapieergebnis bei Patienten im prolongierten Weaning vom Respirator zu verbessern und damit die Anzahl der Patienten mit Weaningversagen zu senken.

Zertifizierte Lungenkrebszentren

Der Nationale Krebsplan wurde 2008 durch das Bundesgesundheitsministerium, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren, die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe initiiert. Mit dem Nationalen Krebsplan werden zentrale Belange der Onkologie, nĂ€mlich die Erstellung evidenzbasierter Leitlinien (Ziel 6), die Anwendung dieser Leitlinien und die QualitĂ€tssicherung der Behandlung in zertifizierten Zentren (Ziel 5) sowie die transparente Erfassung und Darstellung der Langzeitergebnisse durch die Klinischen Krebsregister (Ziel 8), in ihrem Zusammenwirken politisch festgeschrieben und mit dem Gesetz zur „Weiterentwicklung der KrebsfrĂŒherkennung und zur QualitĂ€tssicherung durch klinische Krebsregister“ gesetzgeberisch unterstĂŒtzt.

Entsprechend dem Nationalen Krebsplan bilden evidenzbasierte Leitlinien die wissenschaftliche Basis fĂŒr die praktische TĂ€tigkeit, welche in zertifizierten Zentren realisiert wird. 

Nach den entscheidenden Vorarbeiten durch die DPG und die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Thoraxchirurgie e.V. (DGT) können sich Lungenkrebszentren (LKZ) seit 2008 nach den Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizieren lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, im Rahmen onkologischer Zentren als zertifizierte Einrichtung nach DKG-Anforderung Lungenkrebspatienten zu behandeln.

Seit Beginn der Zertifizierung von Lungenkrebszentren steigt die Zahl der zertifizierten Einrichtungen gleichmĂ€ĂŸig an.

Zum Stichtag 30. 09. 2016 waren 45 LKZ an 52 Standorten zertifiziert. 

Die durchschnittliche Zahl von PrimĂ€rfĂ€llen pro Zentrum ist mit nahezu 400 neuerkrankten Patienten pro Jahr vergleichsweise hoch. FĂŒr die Zertifizierung werden mindestens 200 PrimĂ€rfĂ€lle pro Jahr gefordert.  Bezogen auf die Gesamtzahl von Neuerkrankungen pro Jahr wird ca. ein Drittel der Patienten (= ca. 17.600 Patienten) in zertifizierten LKZ behandelt.

Die Anforderungen fĂŒr eine Zertifizierung als Lungenkrebszentrum (LKZ) werden im „Erhebungsbogen fĂŒr Lungenkrebszentren der Deutschen Krebsgesellschaft“ dargelegt (www.onkozert.de). Die letzte Aktualisierung erfolgte in der Sitzung der Zertifizierungskommission im Februar 2016. Die interdisziplinĂ€r und fachĂŒbergreifend zusammengesetzte Zertifizierungskommission fĂŒr LKZ arbeitet unter FederfĂŒhrung der DKG und DGP daran, die onkologische Versorgung von Lungenkrebspatienten zu harmonisieren und zu verbessern. 

Mithilfe von Kennzahlen kann objektiviert werden, wie die fĂŒr eine Zertifizierung notwendigen Anforderungen an Struktur und QualitĂ€t erfĂŒllt werden. Zudem wird ein Vergleich zwischen den Behandlungszentren erleichtert.