Liebe Kolleginnen und Kollegen,
beim Kongress in München wurden wir als neue Sprecher der AG Psychopneumologie gewählt und dürfen die Arbeitsgruppe somit in den kommenden zwei Jahren gestalten und weiterentwickeln. Gerne möchten wir Ihnen in diesem Zusammenhang die AG sowie unser inhaltliches Selbstverständnis kurz vorstellen:
Die Psychopneumologie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Psyche und Lungengesundheit. Im Fokus stehen dabei sowohl der Einfluss psychischer Faktoren, individueller Erlebens- und Verhaltensmuster sowie sozialer Rahmenbedingungen auf die Entstehung und den Verlauf pneumologischer Erkrankungen als auch die psychischen Folgen chronischer Atemwegserkrankungen für die betroffenen Patientinnen und Patienten. Überdies kommt auch der Förderung von Therapieadhärenz und dem Abbau individueller Hürden sowie der Integration nicht-medikamentöser Therapieansätze, insbesondere im Rahmen der pneumologischen Rehabilitation, eine große Bedeutung zu, da diese sowohl die körperliche Symptomatik als auch psychische Belastungen beeinflussen können.
Als Arbeitsgruppe verstehen wir uns als interdisziplinäre Schnittstelle zwischen Psychologie und Pneumologie sowie weiteren angrenzenden Fachdisziplinen – von Physiotherapie, über Sportwissenschaft bis hin zur Pflege. Unser Anliegen ist es, den fachübergreifenden Austausch zu stärken, vorhandene Expertise zu vernetzen und Impulse für die Forschung und die Weiterentwicklung der pneumologischen Versorgung zu setzen. Dabei ist es uns ein besonderes Anliegen, die Perspektive der Patientinnen und Patienten sowie verhaltens- und alltagsbezogene Aspekte stärker in die Forschung und Versorgung zu integrieren.
Aufbauend auf den bisherigen Tätigkeiten der AG wollen wir in den kommenden zwei Jahren die Bedeutung der Psychopneumologie weiter stärken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit ausbauen. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das uns von den Mitgliedern der AG entgegengebracht wird, und möchten diese wichtige und zugleich verantwortungsvolle Aufgabe mit viel Engagement und Freude an der Zusammenarbeit vorantreiben.
Dr. rer. nat. Markus Hayden
Am Beginn meiner beruflichen Laufbahn war ich erst für einige Jahre in unterschiedlichen Positionen in Praxis und Wissenschaft tätig, wobei insbesondere Psychosomatik sowie der Wissenstransfer zwischen Forschung, Praxis und Zivilgesellschaft im Vordergrund standen. Seit 2019 bin ich nun als leitender Psychologe und Wissenschaftler in der Klinik Bad Reichenhall tätig. In meiner Arbeit befasse ich mich mit unterschiedlichen Fragestellungen des menschlichen Verhaltens und Erlebens im Kontext von Pneumologie und Rehabilitation. Gerade die Grenzbereiche zwischen Körper, Psyche und Gesellschaft stehen im Zentrum meiner Aufmerksamkeit und es ist mir stets ein großes Anliegen, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten zu verbessern und ihre Lebensqualität zu steigern.
Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Tessa Schneeberger genau an diesen Themen zu arbeiten und die AG Psychopneumologie noch weiter zu professionalisieren.
Dr. rer. med. Tessa Schneeberger
Ich bin Physiotherapeutin und als Medizinwissenschaftlerin in der pneumologischen Rehabilitation tätig und arbeite an der Schön Klinik Berchtesgadener Land sowie an der Philipps-Universität Marburg. In meiner Forschung beschäftige ich mich insbesondere mit nicht-medikamentösen Therapieansätzen bei chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen, auch im Kontext psychischer Belastung und deren Wechselwirkungen mit körperlichen Symptomen.
Ich freue mich sehr darauf, an der Seite von Markus Hayden die AG Psychopneumologie in den kommenden zwei Jahren gemeinsam weiterzuentwickeln.