English
Kongress
  • Fokusthemen
    Tabakentwöhnung Lungenkrebs Weaning
  • Aktuelles & Service
    Aktuelles Presse Für Patientinnen und Patienten Gemeinsam rauchfrei Zertifizierte Zentren (Karte) Pneumokalender Pneumobörse
  • Publikationen
    Leitlinien Empfehlungen Positionspapiere Pneumologie – unsere Zeitschrift In-Haus Publikationen Videos
  • DGP-Akademie
    für Ärztinnen und Ärzte Weiterbildung Atmungstherapie Kursanmeldungen Virtuelle Fort- und Weiterbildungen DGP-Herbsttagungen 2026
  • DGP
    Über uns Satzung & Geschäftsordnungen Vorstand und Gremien Taskforces Geschäftsstelle Kooperationen Schirmherrschaften Geschichte & Entwicklung Ausschreibungen & Preise
  • Mitgliedschaft gestalten
    DGP-Mitgliedschaft vergünstigte ERS-Mitgliedschaft Sektionen und Arbeitsgruppen YoungDGP Frauen in der Pneumologie
Fokusthemen
Tabakentwöhnung Lungenkrebs Weaning
Aktuelles & Service
Aktuelles Presse Für Patientinnen und Patienten Gemeinsam rauchfrei Zertifizierte Zentren (Karte) Pneumokalender Pneumobörse
Publikationen
Leitlinien Empfehlungen Positionspapiere Pneumologie – unsere Zeitschrift In-Haus Publikationen Videos
DGP-Akademie
für Ärztinnen und Ärzte Weiterbildung Atmungstherapie Kursanmeldungen Virtuelle Fort- und Weiterbildungen DGP-Herbsttagungen 2026
DGP
Über uns Satzung & Geschäftsordnungen Vorstand und Gremien Taskforces Geschäftsstelle Kooperationen Schirmherrschaften Geschichte & Entwicklung Ausschreibungen & Preise
Mitgliedschaft gestalten
DGP-Mitgliedschaft vergünstigte ERS-Mitgliedschaft Sektionen und Arbeitsgruppen YoungDGP Frauen in der Pneumologie
DGP-Kongress 2027 Pneumokalender Pneumobörse
Newsletter LinkedIn YouTube Instagram Facebook Spotify

Tabakentwöhnung

Tabakentwöhnung

Fokusthema

Tabakentwöhnung

Fokusthema

Lungenkrebs

Fokusthema

Weaning

Aktuelles

Alle Meldungen Pressemitteilungen

DGP aktuell

Die wichtigsten Meldungen auf einen Blick mit dem DGP-Newsletter zur neusten Ausgabe DGP aktuell abonnieren
Bild
09.10.2026 Pressemitteilung
Wissenschaftspreis für Digitale Medizin in der Pneumologie 2027 ausgeschrieben
Ob Telemonitoring, KI-gestützte Diagnostik oder Gesundheits-Apps: Die Digitalisierung verändert die pneumologische Versorgung in Kliniken und Praxen ebenso wie den Alltag der Patienten. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) schreibt zum vierten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis für Digitale Medizin in der Pneumologie aus. Honoriert werden Forschungsarbeiten oder wissenschaftlich begleitete Anwenderprojekte zur Versorgungsverbesserung. Einreichungsfrist ist der 10. Januar 2027.
09.10.2026 Pressemitteilung

Wissenschaftspreis für Digitale Medizin in der Pneumologie 2027 ausgeschrieben

Bild
Ob Telemonitoring, KI-gestützte Diagnostik oder Gesundheits-Apps: Die Digitalisierung verändert die pneumologische Versorgung in Kliniken und Praxen ebenso wie den Alltag der Patienten. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) schreibt zum vierten Mal den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis für Digitale Medizin in der Pneumologie aus. Honoriert werden Forschungsarbeiten oder wissenschaftlich begleitete Anwenderprojekte zur Versorgungsverbesserung. Einreichungsfrist ist der 10. Januar 2027.
zur Pressemitteilung
Bild
08.10.2026 Aktuelles
Knapp 500 Abstracts für Köln eingereicht
Die Resonanz auf den DGP-Kongress 2027 in Köln ist groß: Insgesamt wurden genau 492 Abstracts eingereicht. Ein herzliches Dankeschön an alle, die ihre Forschung mit der pneumologischen Community teilen!  Jetzt beginnt die Arbeit der unabhängigen Jury: Sie wählt ab sofort die besten Abstracts aus. Diese werden auf dem Kongress im Rahmen eines Symposiums in der DGP-Lounge präsentiert und haben dann die Chance auf einen der begehrten Abstract-Preise der DGP. zur Kongress-Website
08.10.2026 Aktuelles

Knapp 500 Abstracts für Köln eingereicht

Bild

Die Resonanz auf den DGP-Kongress 2027 in Köln ist groß: Insgesamt wurden genau 492 Abstracts eingereicht. Ein herzliches Dankeschön an alle, die ihre Forschung mit der pneumologischen Community teilen! 

Jetzt beginnt die Arbeit der unabhängigen Jury: Sie wählt ab sofort die besten Abstracts aus. Diese werden auf dem Kongress im Rahmen eines Symposiums in der DGP-Lounge präsentiert und haben dann die Chance auf einen der begehrten Abstract-Preise der DGP.

zur Kongress-Website

Bild
01.10.2026 Aktuelles
Zweimal 10.000 Euro für pneumologische Forschung
Jetzt ist die Einreichung eröffnet! Die DGP vergibt 2027 erneut die renommierten Forschungspreise für klinische und experimentelle Medizin. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Bewerbungen werden bis zum 10. Januar 2027 angenommen. Der klinische Forschungspreis richtet sich an Arbeiten unter anderem aus Diagnostik, Therapie, Prävention, Rehabilitation, Epidemiologie und Pathophysiologie. Grundlagenwissenschaftliche Arbeiten aus dem Gesamtgebiet der Pneumologie können für den Forschungspreis für experimentelle Medizin eingereicht werden. Bewerberinnen und Bewerber müssen Mitglied der DGP sein und dürfen und am Stichtag höchstens 40 Jahre alt sein. Passend zum Motto des DGP-Jahreskongresses 2027 „Frauen voran – Neue Perspektiven für die Pneumologie von morgen“ richtet Kongresspräsidentin Prof. Antje Prasse den Blick auch auf Frauen in der Forschung und geschlechtsspezifische Fragestellungen: „Ich würde mich daher freuen, wenn sich besonders viele Wissenschaftlerinnen bewerben würden – und Forschende, die sich in ihren Arbeiten den Unterschieden zwischen den Geschlechtern in Diagnostik und Therapie widmen.“ Selbstverständlich sind darüber hinaus herausragende Arbeiten aus allen Bereichen der pneumologischen Forschung willkommen. Alle Informationen zu den DGP-Forschungspreisen und zur Einreichung
01.10.2026 Aktuelles

Zweimal 10.000 Euro für pneumologische Forschung

Bild

Jetzt ist die Einreichung eröffnet! Die DGP vergibt 2027 erneut die renommierten Forschungspreise für klinische und experimentelle Medizin. Die Preise sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert. Bewerbungen werden bis zum 10. Januar 2027 angenommen.

Der klinische Forschungspreis richtet sich an Arbeiten unter anderem aus Diagnostik, Therapie, Prävention, Rehabilitation, Epidemiologie und Pathophysiologie. Grundlagenwissenschaftliche Arbeiten aus dem Gesamtgebiet der Pneumologie können für den Forschungspreis für experimentelle Medizin eingereicht werden. Bewerberinnen und Bewerber müssen Mitglied der DGP sein und dürfen und am Stichtag höchstens 40 Jahre alt sein.

Passend zum Motto des DGP-Jahreskongresses 2027 „Frauen voran – Neue Perspektiven für die Pneumologie von morgen“ richtet Kongresspräsidentin Prof. Antje Prasse den Blick auch auf Frauen in der Forschung und geschlechtsspezifische Fragestellungen: „Ich würde mich daher freuen, wenn sich besonders viele Wissenschaftlerinnen bewerben würden – und Forschende, die sich in ihren Arbeiten den Unterschieden zwischen den Geschlechtern in Diagnostik und Therapie widmen.“ Selbstverständlich sind darüber hinaus herausragende Arbeiten aus allen Bereichen der pneumologischen Forschung willkommen.

Alle Informationen zu den DGP-Forschungspreisen und zur Einreichung

Bild
01.10.2026 Aktuelles
5.000 Euro für Digitale Medizin: Forschungsarbeiten und Projekte mit Nutzen für die Versorgung gesucht
Telemonitoring, KI-gestützte Diagnostik oder Gesundheits-Apps: Mit dem Wissenschaftspreis für Digitale Medizin in der Pneumologie würdigt die DGP Forschungsarbeiten oder wissenschaftlich begleitete Anwenderprojekte, die die pneumologische Versorgung verbessern. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. „Die DGP treibt die digitale Transformation der Medizin aktiv mit voran“, so PD Dr. med. Thomas Köhnlein, Sprecher der Taskforce Digitale Medizin. „Mit dem Wissenschaftspreis wollen wir genau die Arbeiten sichtbar machen, die zeigen, wie aus guten Ideen echte Verbesserungen für Patientinnen und Patienten werden.“ Einreichungen sind bis zum 10. Januar 2027 möglich.  Voraussetzungen und Informationen zur Einreichung 
01.10.2026 Aktuelles

5.000 Euro für Digitale Medizin: Forschungsarbeiten und Projekte mit Nutzen für die Versorgung gesucht

Bild

Telemonitoring, KI-gestützte Diagnostik oder Gesundheits-Apps: Mit dem Wissenschaftspreis für Digitale Medizin in der Pneumologie würdigt die DGP Forschungsarbeiten oder wissenschaftlich begleitete Anwenderprojekte, die die pneumologische Versorgung verbessern. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

„Die DGP treibt die digitale Transformation der Medizin aktiv mit voran“, so PD Dr. med. Thomas Köhnlein, Sprecher der Taskforce Digitale Medizin. „Mit dem Wissenschaftspreis wollen wir genau die Arbeiten sichtbar machen, die zeigen, wie aus guten Ideen echte Verbesserungen für Patientinnen und Patienten werden.“ Einreichungen sind bis zum 10. Januar 2027 möglich. 

Voraussetzungen und Informationen zur Einreichung 

Bild
30.09.2026 Aktuelles
Neue Medikamente allein reichen nicht: Resistenzen bei Tuberkulose verhindern
Neue Wirkstoffe haben die Behandlung der medikamentenresistenten Tuberkulose deutlich verbessert. Doch Resistenzen bedrohen diese Fortschritte. Nach der ersten europäischen Konferenz zur Antimicrobial Stewardship bei Tuberkulose, organisiert vom TBnet und dem WHO-Regionalbüro für Europa, erklärt PD Dr. Thomas Theo Brehm (li.) im DGP-Interview, wo die größten Lücken liegen – und was Deutschland von anderen Ländern lernen kann. Brehm vom Forschungszentrum Borstel hatte zuvor gemeinsam mit mehr als 60 internationalen Fachleuten Standards für den verantwortungsvollen Einsatz von Tuberkulosemedikamenten entwickelt und untersucht derzeit deren Umsetzung in Europa. Gemeinsam mit Ass. Prof. Dr. Dumitru Chesov (Mitte) und Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Lange (re.) gehört er zu den Initiatoren der Konferenz, die im Sommer in Chișinău, Republik Moldau, rund 100 Fachleute aus der WHO-Region Europa vor Ort und digital zusammenbrachte. Ermöglicht wurde das Treffen durch den Oskar-Medizinpreis, den Lange 2025 erhalten hatte, – den höchstdotierten Medizinpreis Deutschlands. Das Preisgeld floss in die Finanzierung der Konferenz. Herr Brehm, bei der medikamentenresistenten Tuberkulose hat es in den vergangenen Jahren große Fortschritte gegeben. Warum braucht es trotzdem eine eigene Antimicrobial Stewardship? Weil diese Fortschritte sehr fragil sind. Heute sehen wir, dass praktisch parallel zur Einführung neuer Medikamente bereits Resistenzen entstehen. Ganz verhindern lässt sich das vermutlich nicht. Wir können aber sehr viel dafür tun, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Bei der Tuberkulose ist das besonders relevant, weil uns nur relativ wenige wirksame Substanzen zur Verfügung stehen. Deshalb müssen wir die Medikamente, die wir haben und neu bekommen, von Anfang an möglichst verantwortungsvoll einsetzen. Wo liegen derzeit die größten Lücken? Entscheidend ist die gesamte Versorgungskette. Sie beginnt bei der Diagnose: Nach neueren europäischen Daten bleibt etwa jede fünfte Tuberkuloseerkrankung unerkannt. Hinzu kommen Lücken bei der Resistenztestung – gerade bei neueren Wirkstoffen wie Bedaquilin. Auch die Verfügbarkeit der Medikamente ist ein Problem. In Deutschland gab es in diesem Jahr beispielsweise zeitweise Lieferengpässe bei Ethambutol. Weil uns insgesamt nur wenige Substanzen zur Verfügung stehen, kann schon der Ausfall eines einzelnen Medikaments erhebliche Auswirkungen haben. Was lässt sich daraus für neue Tuberkulosemedikamente lernen? Derzeit befinden sich mehrere neue Wirkstoffe in klinischer Erprobung. Wenn sie eingeführt werden, müssen möglichst gleichzeitig auch Verfahren zur Resistenztestung verfügbar sein. Bei Bedaquilin ist das nicht ausreichend gelungen. Diesen Fehler sollten wir nicht wiederholen. Sie hatten bereits vor der Konferenz zehn internationale Standards entwickelt. Was war dann das Ziel des Treffens in Chișinău? Wir wollten herausfinden, inwieweit diese Standards in der WHO-Region Europa tatsächlich umgesetzt sind und wo noch Lücken bestehen. Erste Ergebnisse haben wir auf der Konferenz diskutiert, die vollständige Auswertung läuft derzeit noch. Auf dieser Grundlage wurden Arbeitsgruppen gegründet, die gemeinsam mit den einzelnen Ländern daran arbeiten sollen, die identifizierten Defizite zu beheben. Wo steht Deutschland dabei? Tuberkulose ist hier zum Glück eine seltene Erkrankung. Gerade deshalb sind bestimmte Strukturen der Antimicrobial Stewardship in Ländern Osteuropas oder Zentralasiens teilweise stärker ausgeprägt: Dort ist das Problem größer und bekommt entsprechend mehr Aufmerksamkeit. Deutschland und andere Niedrigprävalenzländer können also durchaus von Hochprävalenzländern lernen. Gleichzeitig liegt eine unserer größten Herausforderungen weiterhin darin, überhaupt an Tuberkulose zu denken. Wir sehen immer wieder Patientinnen und Patienten, deren Erkrankung erst spät erkannt wird, obwohl zuvor bereits Arztkontakte stattgefunden haben. Warum braucht es dafür eine internationale Zusammenarbeit – und wie geht es jetzt weiter? Tuberkulose tritt besonders häufig dort auf, wo Armut, Krieg, Ungleichheit und schwache Gesundheitssysteme zusammenkommen. Gleichzeitig sind Menschen sehr mobil. Behandlungen müssen deshalb auch über Ländergrenzen hinweg funktionieren – und natürlich machen auch Resistenzen nicht an Grenzen halt. Die auf der Konferenz gegründeten Arbeitsgruppen arbeiten nun unter anderem an Verbesserungen bei Diagnostik, Aus- und Weiterbildung und spezialisierten Beratungsangeboten. Später wollen wir die Erhebung wiederholen und prüfen, welche Fortschritte erreicht wurden. Eine weitere Konferenz ist spätestens für 2028 vorgesehen, möglicherweise schon 2027. Aus der Konferenz ist zudem ein internationaler „Call to Action“ hervorgegangen, den PD Dr. Thomas Theo Brehm gemeinsam mit weiteren Fachleuten im August in The Lancet Regional Health – Europe veröffentlicht hat. Auch die DGP unterstützt den Aufruf. → Zum Call to Action
30.09.2026 Aktuelles

Neue Medikamente allein reichen nicht: Resistenzen bei Tuberkulose verhindern

Bild

Neue Wirkstoffe haben die Behandlung der medikamentenresistenten Tuberkulose deutlich verbessert. Doch Resistenzen bedrohen diese Fortschritte. Nach der ersten europäischen Konferenz zur Antimicrobial Stewardship bei Tuberkulose, organisiert vom TBnet und dem WHO-Regionalbüro für Europa, erklärt PD Dr. Thomas Theo Brehm (li.) im DGP-Interview, wo die größten Lücken liegen – und was Deutschland von anderen Ländern lernen kann.

Brehm vom Forschungszentrum Borstel hatte zuvor gemeinsam mit mehr als 60 internationalen Fachleuten Standards für den verantwortungsvollen Einsatz von Tuberkulosemedikamenten entwickelt und untersucht derzeit deren Umsetzung in Europa. Gemeinsam mit Ass. Prof. Dr. Dumitru Chesov (Mitte) und Prof. Dr. Dr. h.c. Christoph Lange (re.) gehört er zu den Initiatoren der Konferenz, die im Sommer in Chișinău, Republik Moldau, rund 100 Fachleute aus der WHO-Region Europa vor Ort und digital zusammenbrachte. Ermöglicht wurde das Treffen durch den Oskar-Medizinpreis, den Lange 2025 erhalten hatte, – den höchstdotierten Medizinpreis Deutschlands. Das Preisgeld floss in die Finanzierung der Konferenz.

Herr Brehm, bei der medikamentenresistenten Tuberkulose hat es in den vergangenen Jahren große Fortschritte gegeben. Warum braucht es trotzdem eine eigene Antimicrobial Stewardship?

Weil diese Fortschritte sehr fragil sind. Heute sehen wir, dass praktisch parallel zur Einführung neuer Medikamente bereits Resistenzen entstehen. Ganz verhindern lässt sich das vermutlich nicht. Wir können aber sehr viel dafür tun, dass sie sich nicht weiter ausbreiten.

Bei der Tuberkulose ist das besonders relevant, weil uns nur relativ wenige wirksame Substanzen zur Verfügung stehen. Deshalb müssen wir die Medikamente, die wir haben und neu bekommen, von Anfang an möglichst verantwortungsvoll einsetzen.

Wo liegen derzeit die größten Lücken?

Entscheidend ist die gesamte Versorgungskette. Sie beginnt bei der Diagnose: Nach neueren europäischen Daten bleibt etwa jede fünfte Tuberkuloseerkrankung unerkannt. Hinzu kommen Lücken bei der Resistenztestung – gerade bei neueren Wirkstoffen wie Bedaquilin.

Auch die Verfügbarkeit der Medikamente ist ein Problem. In Deutschland gab es in diesem Jahr beispielsweise zeitweise Lieferengpässe bei Ethambutol. Weil uns insgesamt nur wenige Substanzen zur Verfügung stehen, kann schon der Ausfall eines einzelnen Medikaments erhebliche Auswirkungen haben.

Was lässt sich daraus für neue Tuberkulosemedikamente lernen?

Derzeit befinden sich mehrere neue Wirkstoffe in klinischer Erprobung. Wenn sie eingeführt werden, müssen möglichst gleichzeitig auch Verfahren zur Resistenztestung verfügbar sein. Bei Bedaquilin ist das nicht ausreichend gelungen. Diesen Fehler sollten wir nicht wiederholen.

Sie hatten bereits vor der Konferenz zehn internationale Standards entwickelt. Was war dann das Ziel des Treffens in Chișinău?

Wir wollten herausfinden, inwieweit diese Standards in der WHO-Region Europa tatsächlich umgesetzt sind und wo noch Lücken bestehen. Erste Ergebnisse haben wir auf der Konferenz diskutiert, die vollständige Auswertung läuft derzeit noch.

Auf dieser Grundlage wurden Arbeitsgruppen gegründet, die gemeinsam mit den einzelnen Ländern daran arbeiten sollen, die identifizierten Defizite zu beheben.

Wo steht Deutschland dabei?

Tuberkulose ist hier zum Glück eine seltene Erkrankung. Gerade deshalb sind bestimmte Strukturen der Antimicrobial Stewardship in Ländern Osteuropas oder Zentralasiens teilweise stärker ausgeprägt: Dort ist das Problem größer und bekommt entsprechend mehr Aufmerksamkeit.

Deutschland und andere Niedrigprävalenzländer können also durchaus von Hochprävalenzländern lernen. Gleichzeitig liegt eine unserer größten Herausforderungen weiterhin darin, überhaupt an Tuberkulose zu denken. Wir sehen immer wieder Patientinnen und Patienten, deren Erkrankung erst spät erkannt wird, obwohl zuvor bereits Arztkontakte stattgefunden haben.

Warum braucht es dafür eine internationale Zusammenarbeit – und wie geht es jetzt weiter?

Tuberkulose tritt besonders häufig dort auf, wo Armut, Krieg, Ungleichheit und schwache Gesundheitssysteme zusammenkommen. Gleichzeitig sind Menschen sehr mobil. Behandlungen müssen deshalb auch über Ländergrenzen hinweg funktionieren – und natürlich machen auch Resistenzen nicht an Grenzen halt.

Die auf der Konferenz gegründeten Arbeitsgruppen arbeiten nun unter anderem an Verbesserungen bei Diagnostik, Aus- und Weiterbildung und spezialisierten Beratungsangeboten. Später wollen wir die Erhebung wiederholen und prüfen, welche Fortschritte erreicht wurden. Eine weitere Konferenz ist spätestens für 2028 vorgesehen, möglicherweise schon 2027.

Aus der Konferenz ist zudem ein internationaler „Call to Action“ hervorgegangen, den PD Dr. Thomas Theo Brehm gemeinsam mit weiteren Fachleuten im August in The Lancet Regional Health – Europe veröffentlicht hat. Auch die DGP unterstützt den Aufruf.

→ Zum Call to Action

weiterlesen
Bild
29.09.2026 Aktuelles
BREATHE: Internationale Vorlesungsreihe zur Pneumologie (Пульмонологія) auf Englisch geht weiter
Nach der erfolgreichen Reihe zu Tuberkulose und Infektionskrankheiten setzt das BREATHE-Projekt seine kostenfreie Online-Vorlesungsreihe für ukrainische Kolleginnen und Kollegen im Wintersemester fort. Diesmal reicht das Themenspektrum von COPD und anderen obstruktiven Atemwegserkrankungen bis zu interstitiellen Lungenerkrankungen und weiteren Bereichen der Pneumologie. Immer am Freitag werden die englischsprachigen Vorträge von internationalen Expertinnen und Experten gehalten und stehen allen Interessierten offen. Um die Teilnahme aus der Ukraine zu erleichtern, werden die Präsentationsfolien zusätzlich auf Ukrainisch bereitgestellt. Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über das GIZ-Programm „Klinikpartnerschaften“ geförderte Projekt richtet sich insbesondere an Studierende sowie Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung.  Termine in der Übersicht und Teilnahmelink
29.09.2026 Aktuelles

BREATHE: Internationale Vorlesungsreihe zur Pneumologie (Пульмонологія) auf Englisch geht weiter

Bild

Nach der erfolgreichen Reihe zu Tuberkulose und Infektionskrankheiten setzt das BREATHE-Projekt seine kostenfreie Online-Vorlesungsreihe für ukrainische Kolleginnen und Kollegen im Wintersemester fort. Diesmal reicht das Themenspektrum von COPD und anderen obstruktiven Atemwegserkrankungen bis zu interstitiellen Lungenerkrankungen und weiteren Bereichen der Pneumologie.

Immer am Freitag werden die englischsprachigen Vorträge von internationalen Expertinnen und Experten gehalten und stehen allen Interessierten offen. Um die Teilnahme aus der Ukraine zu erleichtern, werden die Präsentationsfolien zusätzlich auf Ukrainisch bereitgestellt. Das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über das GIZ-Programm „Klinikpartnerschaften“ geförderte Projekt richtet sich insbesondere an Studierende sowie Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. 

Termine in der Übersicht und Teilnahmelink

Bild
28.09.2026 Aktuelles
WeanNet: Neue Auditorinnen und Auditoren ausgebildet
Neun weitere Auditorinnen und Auditoren können künftig Zertifizierungen und Re-Zertifizierungen im WeanNet der DGP begleiten. Sie wurden am Freitag vergangener Woche in Berlin für diese Aufgabe geschult. Insgesamt stehen damit nun 30 aktive Männer und Frauen zur Verfügung. Auditorinnen und Auditoren prüfen, ob spezialisierte pneumologische Krankenhausabteilungen die Qualitätsanforderungen des WeanNet erfüllen. Erfolgreich geprüfte Einrichtungen erhalten das Qualitätssiegel „Weaning-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP)“. Aktuell sind bundesweit 64 Weaning-Zentren zertifiziert. Sie sind auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten spezialisiert, bei denen sich die Entwöhnung von der invasiven Beatmung schwierig oder langwierig gestaltet.
28.09.2026 Aktuelles

WeanNet: Neue Auditorinnen und Auditoren ausgebildet

Bild

Neun weitere Auditorinnen und Auditoren können künftig Zertifizierungen und Re-Zertifizierungen im WeanNet der DGP begleiten. Sie wurden am Freitag vergangener Woche in Berlin für diese Aufgabe geschult. Insgesamt stehen damit nun 30 aktive Männer und Frauen zur Verfügung.

Auditorinnen und Auditoren prüfen, ob spezialisierte pneumologische Krankenhausabteilungen die Qualitätsanforderungen des WeanNet erfüllen. Erfolgreich geprüfte Einrichtungen erhalten das Qualitätssiegel „Weaning-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP)“.

Aktuell sind bundesweit 64 Weaning-Zentren zertifiziert. Sie sind auf die Behandlung von Patientinnen und Patienten spezialisiert, bei denen sich die Entwöhnung von der invasiven Beatmung schwierig oder langwierig gestaltet.

Bild
27.09.2026 Aktuelles
Impf-Aktionswoche: Informieren Sie Ihre Patientinnen und Patienten
Vom 9. bis 15. November findet erstmals die bundesweite Impf-Aktionswoche des Bundesgesundheitsministeriums statt. Die DGP ruft gemeinsam mit der Deutschen Atemwegsliga (DAL) und der Deutschen Lungenstiftung (DLS) Mitglieder in Kliniken, Ambulanzen und Praxen auf, die Aktion zu unterstützen und Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen auf ihren Impfschutz für die bevorstehende Wintersaison aufmerksam zu machen. Dafür stellen die drei Verbände ein gemeinsames Patientenplakat mit ihren aktuellen Impfempfehlungen für Menschen mit Lungenerkrankungen zum Download bereit.  Ergänzend können zwei Plakate der bundesweiten Impf-Aktionswoche genutzt werden: Eine allgemeine Version eignet sich direkt für den Wartebereich, in der editierbaren Variante lassen sich eigene Impfangebote mit Termin, Ort und Ansprechpartner ergänzen.  Alle Vorlagen können selbst oder im Copyshop ausgedruckt werden: 1. Plakat für Impfempfehlungen bei Erwachsenen mit chronischen Lungenerkrankungen und dann entweder 2.a) Info-Plakat Impf-Aktionswoche oder 2.b) Mitmach-Plakat zum Editieren  Tipps für das Impfgespräch Patientengespräche zu notwendigen Impfungen sind schwierig? Ein kostenloses, rund elfminütiges Webinar des Deutschen Ärzteblatts zeigt anhand konkreter Gesprächssituationen, wie Impfungen verständlich und patientennah thematisiert werden können.  Webinar „Impfkommunikation an der Liege“ anschauen
27.09.2026 Aktuelles

Impf-Aktionswoche: Informieren Sie Ihre Patientinnen und Patienten

Bild

Vom 9. bis 15. November findet erstmals die bundesweite Impf-Aktionswoche des Bundesgesundheitsministeriums statt. Die DGP ruft gemeinsam mit der Deutschen Atemwegsliga (DAL) und der Deutschen Lungenstiftung (DLS) Mitglieder in Kliniken, Ambulanzen und Praxen auf, die Aktion zu unterstützen und Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen auf ihren Impfschutz für die bevorstehende Wintersaison aufmerksam zu machen.

Dafür stellen die drei Verbände ein gemeinsames Patientenplakat mit ihren aktuellen Impfempfehlungen für Menschen mit Lungenerkrankungen zum Download bereit. 

Ergänzend können zwei Plakate der bundesweiten Impf-Aktionswoche genutzt werden: Eine allgemeine Version eignet sich direkt für den Wartebereich, in der editierbaren Variante lassen sich eigene Impfangebote mit Termin, Ort und Ansprechpartner ergänzen. 

Alle Vorlagen können selbst oder im Copyshop ausgedruckt werden:

1. Plakat für Impfempfehlungen bei Erwachsenen mit chronischen Lungenerkrankungen

und dann entweder

2.a) Info-Plakat Impf-Aktionswoche oder

2.b) Mitmach-Plakat zum Editieren 

Tipps für das Impfgespräch

Patientengespräche zu notwendigen Impfungen sind schwierig? Ein kostenloses, rund elfminütiges Webinar des Deutschen Ärzteblatts zeigt anhand konkreter Gesprächssituationen, wie Impfungen verständlich und patientennah thematisiert werden können. 

Webinar „Impfkommunikation an der Liege“ anschauen

Lungenkrebs-Screening
Die Übersicht zum Angebot der gesetzlichen Krankenkassen
DGP-Herbsttagungen 2026
Jetzt anmelden!
DGP-Akademie
Bronchoskopie, Webinare uvm.
zu allen aktuellen Kursen
Köln, 3.-6. März 2027
DGP-Kongress 2027: Frauen voran –
Neue Perspektiven für die Pneumologie von morgen
Respiratory Innovation Summit 2027
KI & Digitale Transformation: Die Zukunft in der Pneumologie
Sektionen und Arbeitsgruppen
vernetzen, informieren, aktiv werden
Atmungstherapie
Weiterbildung für Gesundheitsfachberufe
Mitglied werden
zu Antrag, Vorteilen und Vergünstigungen
Leitlinien
zu aktuellen Leitlinien und LeiLa-App
Pneumobörse
Praktikum bis Professur: zum Stellenmarkt
Fortbildung
zu den Anmeldungen   zum Kalender
Sie können Ihre Entscheidung jederzeit in der Datenschutzerklärung widerrufen.

DGP AKTUELL // der Pneumologie-Newsletter

Bitte geben Sie Ihren Nachnamen an.
Bitte geben Sie Ihren E-Mail-Adresse an.
Bitte geben Sie an, ob Sie Mitglied der DGP sind.
Bitte stimmen Sie der Datenschutzerklärung zu.
Unsere Partner
  • Bundesverband der Pneumologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin e.V. (BdP)
  • Verband Pneumologischer Kliniken e.V. (VPK)
  • Deutsches Zentrum für Lungenforschung e.V. (DZL)
  • Deutsches Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose e.V. (DZK)
  • Deutsche Atemwegsliga e.V. (DAL)
  • Deutsche Lungenstiftung e.V. (DLS)
  • European Respiratory Society (ERS)
  • Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM)
  • Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI)
  • Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie e.V. (GPP)
  • Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie e.V. (DGT)
  • Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR)
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Pressemitteilungen
  • Kodex Tabakindustrie
  • Social Media Netiquette