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Juni 2026: Inhalativer Substanzkonsum. Themenheft der Zeitschrift für Pneumologie:
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Rauchen, E-Zigarette, Nikotin, Cannabis, Shisha – Erfolge in Prävention und Therapie trotz Lobbyarbeit der Industrie
Stefan Andreas, Matthias Urlbauer 2026 in Zeitschrift für Pneumologie 23:4, 183-184, doi: 10.1007/s10405-026-00682-8.
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In einer ausführlichen Übersicht aktueller deutscher Daten wird leider deutlich, dass in Deutschland das Zigarettenrauchen weiter eine hohe Prävalenz hat und neue, nikotinhaltige Produkte sich erfolgreich etablieren. So liegt die Prävalenz des Zigarettenkonsums seit einigen Jahren stabil bei etwas unter 30 %. Das Rauchen von Tabakerhitzer, E‑Zigaretten und Shisha nimmt insbesondere bei Jugendlichen zu. [...] Trotz der geschilderten Einflussnahme der Industrie hat die kontinuierliche Arbeit medizinischer Fachgesellschaften wie der DGP erhebliche Erfolge gebracht. Durch die neu eingeführten medikamentösen Unterstützungsmöglichkeiten im Rahmen des G-BA Beschlusses ergeben sich z.B. in der Tabakentwöhnung wirkungsvolle Ansätze.
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Von Tabak über E-Zigaretten bis Cannabis: Was Deutschland raucht
Stephanie Klosterhalfen, Daniel Kotz 2026 in Zeitschrift für Pneumologie 23:4, 185-195, doi: 10.1007/s10405-025-00645-5.
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Wie stellen sich Prävalenz und Trends des Konsums inhalativer Tabak- und Nikotinprodukte sowie von Cannabis in Deutschland dar, und welche Unterschiede zeigen sich dabei zwischen Altersgruppen? Es erfolgt eine narrative Übersicht bevölkerungsrepräsentativer Surveys zu aktuellen Prävalenzwerten und Trends.
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Pulmonale Toxizität und Kanzerogenität der E-Zigarette
Josef Hamoud, Matthias Raspe (2026) in Zeitschrift für Pneumologie 23, 196-203, doi: 10.1007/s10405-026-00668-6.
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Rauchen ist der weltweit bedeutendste beeinflussbare Risikofaktor für eine Vielzahl an Erkrankungen und eine erhöhte Mortalität. Bei weltweit rückläufiger Rauchprävalenz haben sich neue sog. „alternative nicotine delivery systems“ (ANDS) wie E‑Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel auf dem Markt etabliert. Diese werden massiv durch die Industrie beworben und als weniger schädliche Alternative zu Tabakzigaretten positioniert. Sie sprechen durch Design und aromatisierte Liquids gezielt Jugendliche, junge Erwachsene und Nichtraucher an, wobei Aromen und Nikotinsalze ein hohes Suchtpotenzial begünstigen. E‑Zigaretten fördern den Einstieg ins Rauchen und erschweren die Entwöhnung. E‑Zigaretten erzeugen durch Erhitzen nikotinhaltiger Liquids ein Aerosol, das toxische und teils karzinogene Substanzen wie Aldehyde, Metalle und freie Radikale enthält. Akut wurden Reizungen der Atemwege, kardiopulmonale Effekte sowie messbare Verschlechterungen der Lungenfunktion beschrieben sowie auch schwere akute Lungenschäden. Langfristig zeigen experimentelle und epidemiologische Daten eine erhöhte pulmonale Zytotoxizität, chronische Entzündung, oxidativen Stress, strukturelle Lungenschäden sowie Assoziationen mit pneumologischen Erkrankungen wie Asthma, COPD und möglicherweise Lungenkrebs. Besonders problematisch ist der häufige Dual Use von E‑Zigaretten und Tabakzigaretten, der mit höheren Krankheitsrisiken verbunden ist als der alleinige Konsum. ANDS sind daher äußert kritisch zu sehen. Die Verbreitung sollte konsequent durch gesundheitspolitische Maßnahmen reduziert werden. Bei der Behandlung von Patienten sollten ANDS und deren schädigendes Potenzial bedacht werden. Konsumierende von E‑Zigaretten benötigen wie Tabakrauchende niederschwellige Unterstützung und Begleitung bei der Entwöhnung.
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Attraktivität und Nutzung inhalierbarer Substanzen im Jugendalter. Zwischen Trend und Risiko
Claudia Bauer-Kemény (2026) in: Zeitschrift für Pneumologie 23, 207-2013, doi: 10.1007/s10405-026-00662-y.
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Inhalierbare Substanzen wie E‑Zigaretten, THC-haltige Vapes, synthetische Cannabinoide und Schnüffelstoffe gewinnen bei Jugendlichen zunehmend an Bedeutung. Epidemiologische Daten aus Deutschland und Europa belegen einen signifikanten Anstieg der Nutzung von E‑Zigaretten/Vapes mit und ohne Nikotin bei jungen Menschen. Aber auch der Konsum von Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC)-haltigen Vapes und Vapes mit synthetischen Cannabinoiden ist weit verbreitet. Vor allem Vapes mit synthetischen Cannabinoiden stellen eine große Gefahr für die Konsumenten dar, da sie oft unbewusst konsumiert werden und zu schweren Intoxikationen führen können. Weiterhin ist der Konsum von Lösungsmitteln und Lachgas unter Jugendlichen etabliert, was mit gravierenden gesundheitlichen Risiken, darunter kognitiven Beeinträchtigungen und neurologischen Schäden verbunden ist. Besonders riskant ist der frühe Konsum dieser inhalierbaren Substanzen, da die noch nicht vollständig ausgereiften Gehirnstrukturen von Jugendlichen eine erhöhte Vulnerabilität gegenüber den negativen Auswirkungen aufweisen. Um den zunehmenden Konsum dieser Substanzen bei jungen Menschen zu bekämpfen, ist die Umsetzung evidenzbasierter Präventionsstrategien erforderlich. Diese müssen neben einer sachlichen Risikokommunikation auch die Regulierung der Produktverfügbarkeit und eine verbesserte Marktüberwachung beinhalten.
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Tabakkontrollpolitik in Deutschland
Sabina Ulbricht, Reiner Hanewinkel (2026) in: Zeitschrift für Pneumologie 23, 214-218, doi: 10.1007/s10405-026-00664-w.
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Die Tabakkontrollpolitik in Deutschland stagniert seit Jahrzehnten. Obwohl die Schädlichkeit des Rauchens und die Wirksamkeit von Präventionsstrategien nachgewiesen sind, zögern politische Entscheidungsträger, umfassende Maßnahmen wie in der Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040 umzusetzen. Während neue Tabak- und Nikotinprodukte wie Tabakerhitzer und E‑Zigaretten immer mehr Verbreitung finden, gibt es keine Agenda, um den Konsum von Tabak- und Nikotinprodukten wirksam zu reduzieren. Folglich belegte Deutschland auf der Europäischen Tabakkontrollskala im Jahr 2021 einen der letzten Plätze, und die Raucherraten unter Erwachsenen sind nach wie vor hoch. Im Gegensatz dazu haben die Niederlande wirksame Maßnahmen zur Tabakkontrolle eingeführt, darunter ein Monitoring, Schutz vor Passivrauchen, Unterstützung bei der Raucherentwöhnung, Warnhinweise, Werbeverbote und Steuererhöhungen. Infolgedessen ist der Anteil rauchender Erwachsenen von 25,7 % im Jahr 2014 auf 18,2 % im Jahr 2024 gesunken. Internationale Erfahrungen zeigen deutlich, dass eine Agenda, sektorübergreifende Zusammenarbeit sowie die Unterstützung durch die Zivilgesellschaft eine erfolgreiche Tabakkontrolle ermöglichen. Um in Deutschland einen ebensolchen Weg zu beschreiten, braucht es neben einer Agenda und einem verbindlichen Zeitplan den starken politischen Willen, langfristig und unabhängig von Legislaturperioden und tabakindustriespezifischen Interessen ein wirksames Maßnahmenpaket auf den Weg zu bringen.
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Darf der Schutz der Gesundheit Lücken haben? Zum Versuch einer Novellierung des Landesnichtraucherschutzgesetzes in Baden-Württemberg unter dem Einfluss von Interessensverbänden der Gastronomie und der Tabakindustrie
Alexander Rupp (2026) in Zeitschrift für Pneumologie 23, 219-225, doi: 10.1007/s10405-026-00676-6.
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Obwohl die gesundheitlichen Risiken des Passivrauchens wissenschaftlich unstrittig belegt sind, werden in Deutschland durch die Politik unter dem Einfluss von Interessensverbänden der Gastronomie und der Tabakindustrie weiterhin beträchtliche Lücken im Gesundheitsschutz von Nichtrauchenden und insbesondere auch von vulnerablen Risikogruppen gegenüber den Gefahren einer ungewollten Passivrauchbelastung zugelassen, wie am aktuellen Beispiel des Versuchs einer Novellierung des Landesnichtraucherschutzgesetzes in Baden-Württemberg unter erstmaliger Beteiligung eines Bürgerforums offen zutage tritt.
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Dialogische Beteiligung zum Landesnichtraucherschutzgesetz Baden-Württemberg (LNRSchG BW)
Viviane Gerster, Mikko Rissanen (2026), in: Zeitschrift für Pneumologie 23, 226-229, doi: 10.1007/s10405-026-00675-7.
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Im Rahmen der Novellierung des Landesnichtraucherschutzgesetzes Baden-Württemberg (LNRSchG BW) hat erstmals ein Bürgerforum an dem Gesetzgebungsprozess im Sinne einer dialogischen Bürgerbeteiligung mitgewirkt. Dieser Ansatz dient dazu, Bedürfnisse und den Erfahrungsschatz der Bevölkerung bei der Abwägung politischer Fragen zu integrieren. Der Prozess und die Ergebnisse werden in diesem Beitrag dargestellt. Das Bürgerforum empfahl eine deutliche Ausweitung des Nichtraucherschutzes in Baden-Württemberg über die im Gesetzesentwurf vorgesehenen Regelungen hinaus. Der Landtag in Baden-Württemberg hat das neue Gesetz am 04.02.2026 verabschiedet, es tritt am 01.06.2026 in Kraft.
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Juni 2026: Pharmakotherapie der Tabakabhängigkeit: Umsetzung des aktuellen G-BA-Beschlusses. Eine Information der Sektion E3
Klaas Frederik Franzen, Matthias Raspe, Matthias Urlbauer, Wulf Pankow, Karin Vitzthum, Natascha Sommer, Alexander Rupp, Stefan Andreas in: Pneumologie, DOI: 10.1055/a-2819-3448
Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Ergänzung des §14a der Arzneimittel-Richtlinie und Einführung der Anlage IIa markiert einen gesundheitspolitischen Meilenstein in der Versorgung tabakabhängiger Patientinnen und Patienten. Das Editorial erläutert die Voraussetzungen der Verordnungsfähigkeit pharmakologischer Tabakentwöhnung, darunter die diagnostische Absicherung einer schweren Tabakabhängigkeit (ICD-10 F17.2), die Durchführung eines Fagerström-Tests sowie den verpflichtenden Nachweis der Teilnahme an einem evidenzbasierten Entwöhnungsprogramm. Es werden die zugelassenen Therapieoptionen insbesondere die Nikotinersatztherapie in Mono- und Kombinationstherapie sowie Vareniclin ebenso wie praktische Implikationen für Klinik und Praxis zusammengefasst. Das Editorial diskutiert zudem bestehende Limitierungen des Beschlusses, etwa die dreijährige Sperrfrist für Wiederverordnungen und die unzureichende Berücksichtigung spezifischer Nutzergruppen wie Konsumenten von Tabakerhitzern und E-Zigaretten. Insgesamt wird die neue Regelung als wichtiger Schritt zur strukturierten Behandlung einer chronischen Suchterkrankung bewertet, der jedoch weiterhin Optimierungsbedarf aufweist.
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Mai 2026: Neue Nikotinprodukte – zukünftige Verbreitung und Konsequenzen für die Prävention
Wulf Pankow, Tobias Effertz (Mai 2026) in: Pneumologie, online first, doi: 10.1055/a-2867-9991
Der Tabakmarkt ist geprägt von einer Innovationswelle mit neuen Nikotinprodukten. Den rückläufigen Absatz bei herkömmlichen Tabakprodukten und die damit verbundenen Risiken von Gewinneinbußen versucht die Industrie durch aggressive Vermarktung neuer Nikotinprodukte (E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Tabakbeutel) abzusichern und indem sie perspektivisch neue Konsumentengruppen gewinnt. Dadurch droht eine Epidemie in Form neuer nikotinabhängiger Generationen, welche die bisherigen Erfolge bei der Eindämmung des Tabakkonsums zu nivellieren droht. Nach aktueller Evidenz gibt es keine sichere Form des Nikotinkonsums. Von herkömmlichen Tabakzigaretten bis hin zu den neuen Nikotinprodukten sind die gesundheitlichen Auswirkungen nikotinhaltiger Produkte gut belegt und vermeidbar. Staatliche, sozialversicherungsrechtliche und private Institutionen sind zu mehr präventionspolitischen Aktivitäten aufgefordert. Zu den wirkungsvollen verhältnispräventiven Maßnahmen gehören spürbare hohe und gleichmäßige Steuern auf alle nikotinhaltigen Produkte, Verfügbarkeitsbeschränkungen und Werbeverbote, das konsequente Durchsetzen wirksamer Nichtraucherschutzgesetze und eine verbesserte kosteneffektive Gesundheitsaufklärung.
April 2026: Supplement Prävention und Vorsorge, Kooperation mit der DGIM:
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Tabak- und Nikotinprävention – Zukunftssicherung des Standorts Deutschland
Stefan Andreas, Christian Taube, Claus Vogelmeier, Natascha Sommer (April 2026), Innere Medizin 67: suppl. 1: Prävention und Vorsorge, 52-56, doi: 10.1007/s00108-026-02068-7.
zum Artikel (Volltextzugang bis 14. September 2026)
Tabakrauchen ist weiterhin einer der wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für eine frühe Morbidität und Mortalität. Raucher verlieren ungefähr eine Lebensdekade, während die Beendigung des Rauchens zu einer Steigerung von Lebensqualität und Lebensjahren führt. In Deutschland ist die Lebenserwartung angesichts gut ausgebauter sozialer Sicherungssysteme unverhältnismäßig niedrig, und die Anzahl gesunder Jahre sinkt in den jüngeren Generationen. Als eine der wesentlichen Ursachen wird die bisherige Fokussierung auf kurative statt auf präventive Medizin gesehen, unter anderem verursacht durch eine fehlende übergeordnete Strategie zur Prävention. Dabei zeigten sich in der Vergangenheit Maßnahmen zur Individualprävention weniger effektiv als Maßnahmen zur Verhältnisprävention, wie Tabaksteuern und Rauchverbote. Die Tabakentwöhnung ist ein wesentlicher Baustein der Sekundärprävention, wird aber aktuell unzureichend von den Akteuren des Gesundheitswesens beworben und umgesetzt, zudem ist sie nur eingeschränkt finanziert. Neue nikotinhaltige Produkte drängen auf den Markt, die unter anderem durch ihr hohes Abhängigkeitspotenzial und kardiovaskuläres und pulmonales Risikoprofil nicht zur Tabakentwöhnung geeignet sind. Zusätzliche Maßnahmen wie die Einschränkung der Beeinflussung durch die Tabakindustrie, die Umsetzung der „Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040“ und die vollständige Kostendeckung der Tabakentwöhnung sind in der Zukunft notwendig, um Mindeststandards der Prävention zu erfüllen, die absehbare Kostenexplosion im Gesundheitssystem nachhaltig zu reduzieren und eine zukunftsfähige Gesellschaft zu ermöglichen.
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März 2026: Neue Nikotinprodukte unterlaufen gesetzliche Bestimmungen und den Jugendschutz
Reiner Hanewinkel, Claudia Bauer-Kemeny, Karin Vitzthum, Wolfram Windisch, Christa Rustler, Matthias Urlbauer, Matthias Raspe, Klaas Franzen, Josef Hamoud, Wulf Pankow in: Pneumologie 80:03, 177-182, DOI: 10.1055/a-2687-0942
Der zunehmende Konsum von E-Zigaretten und Nikotinbeutel, schon im Kindes- und Jugendalter, ist aus der Sicht von Prävention und Jugendschutz alarmierend. Der Verkauf dieser Produkte an Kinder und Jugendliche ist in Deutschland illegal. Für E-Zigaretten gilt, dass diese ausschließlich an Erwachsene verkauft werden dürfen. Im Gegensatz dazu sind Nikotinbeutel in Deutschland überhaupt nicht verkehrsfähig, d.h. sie dürfen ganz unabhängig vom Lebensalter an niemanden legal verkauft werden. Wir haben untersucht, ob beim Vertrieb von neuen Nikotinprodukten (E-Zigaretten und Nikotinbeutel) gesetzliche Bestimmungen eingehalten und der Jugendschutz gewahrt wird.
Beim Vertrieb von Nikotinbeuteln werden weder gesetzliche Bestimmungen eingehalten, noch ist der Jugendschutz gewahrt. Von Deutschland aus können uneingeschränkt E-Zigaretten und Nikotinbeutel online bestellt werden. Obwohl Nikotinbeutel nicht verkehrsfähig sind, werden sie tatsächlich ausgeliefert und unserer Beobachtung nach sogar über Automaten vertrieben. Der Jugendschutz wird hier systematisch umgangen. Bei den E-Zigaretten ist der Jugendschutz besser geregelt. Eine Alterskontrolle wird in der Mehrzahl der Fälle zuverlässig durchgeführt. Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sind die für die Lebensmittelaufsicht zuständigen Landesbehörden aufgefordert, illegale Bestellungen und Zustellungen von Nikotinbeuteln zu unterbinden.
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Januar 2026: Rauchen in der Kriminalfilmreihe „Tatort“, 2019–2025
Reiner Hanewinkel, Clemens Neumann und Matthis Morgenstern, Pneumologie 2026; 80:6, 438-442, doi: 10.1055/a-2771-5087.
(Januar als online first)
Hintergund Rauchszenen in Filmen können als Hinweisreize verstanden werden, die bei Raucherinnen und Rauchern ein starkes Rauchverlangen auslösen, den Rauchausstieg erschweren und zur Normalisierung des Tabakkonsums beitragen. Mit durchschnittlich 8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern gehört die Kriminalfilmreihe „Tatort“ zu den populärsten und reichweitenstärksten deutschen Fernsehproduktionen. Es wurde untersucht, in wie vielen Folgen des „Tatorts“ geraucht wird und ob es Veränderungen über den Zeitraum von 2019–2025 gegeben hat.
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Januar 2026: Interessengesteuertes Framing: Die Sprache der Nikotinindustrie
Waltraud Posch, Sabina Ulbricht und Reiner Hanewinkel, Pneumologie 2026; 80(01): 57-62, doi: 10.1055/a-2508-1456.
Hintergund Der Konsum konventioneller Tabakprodukte ist seit Jahren rückläufig. In der Folge hat sich die Tabak- und Nikotinindustrie neue Märkte erschlossen und führt nun eine Reihe verschiedener Nikotinprodukte in ihrem Portfolio. Es soll dargestellt werden, wie die Nikotinindustrie gezielt die Sprache dazu nutzt, Bewusstsein zu schaffen und neue Nikotinprodukte als vermeintlich weniger risikoreich zu charakterisieren als traditionelle Tabakprodukte.
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September 2025: Adjuvante Therapiemethoden in der Tabak- und Nikotinberatung
Sabina Ulbricht, Christa Rustler und Karin Vitzthum 2025: Anwendung von adjuvanten Therapiemethoden in der Tabak- und Nikotinberatung – Ergebnisse einer anonymen Befragug in: Pneumologie 79:9, 627-631, doi: 10.1055/a-2507-1425.
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Juni 2025: Cannabis und Nikotin in deutschen Musikvideos
Reiner Hanewinkel, Clemens Neumann und Matthis Morgenstern, Pneumologie 79:6, 421-426, doi: 10.1055/a-2486-6646.
Hintergrund Das Rauchen von Tabak und Cannabis ist in Deutschland weit verbreitet. Kinder und Jugendliche vom Einstieg in den Konsum dieser Rauchprodukte abzuhalten, ist ein wichtiges Ziel der Prävention. Es wurde untersucht, wie häufig Cannabis- und Nikotinkonsum in deutschsprachigen Musikvideos vorkommen und dadurch Werbung fürs Rauchen gemacht wird.
Die Stichprobe umfasste die Grundgesamtheit aller deutschsprachigen Musikvideos, die im Jahr 2023 in den YouTube-Top-100-Charts gelistet wurden. Sie beinhaltete 600 Musikvideos. Durch ein Kodierungsschema wurden die Musikvideos in die Kategorien „rauchfrei“ und „nicht rauchfrei“ eingeteilt und das Darstellen oder Erwähnen des Konsums ausgezählt.
Leitlinien
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S3-Leitlinie Rauchen und Tabakabhängigkeit: Screening, Diagnostik und Behandlung
Das Ziel dieser S3-Leitlinienaktualisierung ist es, die bestehende systematisch entwickelte Entscheidungsgrundlage für alle behandelnden und betreuenden Berufsgruppen, Betroffenen und deren Angehörige auf einem aktuellen Forschungsstand zu halten. Die Leitlinie umfasst aktuelle, evidenz- und konsensbasierte Empfehlungen zum Screening, der Diagnostik, der Behandlung und der Versorgungsorganisation.
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Nationale Versorgungsleitlnie (NVL) COPD - Kapitel Tabakentwöhnung
Das Kapitel Tabakentwöhnung bei COPD dieser Nationalen Versorgungsleitlinie wurde in enger Zusammenarbeit mit den Leitliniengruppen der S3-Leitlinie der DGP Tabakentwöhnung bei COPD sowie der S3-Leitlinie Rauchen und Tabakabhängigkeit: Screening, Diagnostik und Behandlung erarbeitet.
Positionspapiere und Stellungnahmen
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April 2026: Appell für höhere Preise von Tabak- und Nikotinprodukten
Gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Organisationen tritt die DGP für politische Maßnahmen ein, um Kinder und Jugendliche vor Alkohol und Nikotin zu schützen.
Alkohol und Nikotin sind gesundheitsschädlich und suchterzeugend. Ob zu Hause, im Fernsehen, oder bei Sportveranstaltungen – Kinder sind in ihrer Lebenswelt überall mit den beiden Suchtstoffen konfrontiert. Sie sind von Natur aus neugierig, wollen Dinge ausprobieren und vieles selbstbestimmt entscheiden. Erschwingliche Preise, einfache Verfügbarkeit und vielfältige Werbung greifen genau hier an und machen Alkohol und Nikotin für Kinder attraktiv. Oft ist die Frage nicht, ob konsumiert wird, sondern wann. Deshalb bedarf es eines Lebensumfeldes, in dem Alkohol- und Nikotinfreiheit gesellschaftlich selbstverständlich ist.
Zentrale Forderungen beinhalten
- die Preise deutlich anzuheben,
- Werbung und Sponsoring zu regulieren,
- die Verfügbarkeit einzuschränken,
- das Mindestalter anzuheben und durchzusetzen und
- Warnhinweise einzuführen und zu verschärfen.
Lesen Sie hier den kompletten Appell und mehr zu den Hintergründen.
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Oktober 2024: Kodex zum Umgang mit der Tabak- und Nikotinindustrie – Handlungsimpuls für wissenschaftliche Fachgesellschaften
Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) et al.
Pneumologie efirst, DOI: 10.1055/a-2445-4286
16 medizinische Fachgesellschaften und Verbände haben sich auf Initiative der DGP in einem Positionspapier auf eine gemeinsame Haltung gegenüber der Tabakindustrie verständigt und hierfür Empfehlungen formuliert: so lehnen die Fachgesellschaften Geld- oder Sachzuwendungen der Tabakindustrie sowie der Hersteller und Vertreiber neuer Nikotinprodukte wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer, Nikotinpouches ab. Eine Kooperation oder Zusammenarbeit mit Personen und Organisationen, die sich von der Tabakindustrie fördern lassen oder die deren Interessen vertreten, ist ausgeschlossen. Die Fachgesellschaften verlangen zudem die Offenlegung gegenwärtiger oder früherer Beziehungen zu Tabakunternehmen.
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Juli 2024: Implementierung der Tabakentwöhnung in den Workflow des Lungenkrebsscreenings in Deutschland
Alexander Rupp, Sebastian Sohrab, Wulf Pankow et al.
Pneumologie efirst, DOI: 10.1055/a-2363-5780
Sowohl die Tabakentwöhnung als auch ein Low-dose-CT-Screening bei Risikopersonen senken die lungenkrebsspezifische Mortalität und die Gesamtmortalität. Im Rahmen eines nationalen Screeningprogramms zur Früherkennung von Lungenkrebs muss die Tabakentwöhnung obligater Bestandteil der Beratung der Teilnehmenden sein. Hierdurch wird auch die Kosten-Nutzen-Effektivität des Screeningprogramms gesteigert. Im Rahmen des Erstgesprächs müssen Teilnehmenden des Screeningprogramms in Form einer Minimalintervention evidenzbasierte Maßnahmen zur Tabakentwöhnung angeboten werden. Bei nicht gewünschter Tabakentwöhnung müssen Teilnehmende des Screeningprogramms aktiv widersprechen (Opt-out-Regelung). Die Kosten für die Tabakentwöhnung inklusive der Kostenfür eine entzugshemmende Medikation sind durch die Gesetzliche Krankenversicherung vollständig zu übernehmen.
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März 2024: Medizinische Fachgesellschaften fordern ein Verbot von Aromen in E-Zigaretten
Alexander Rupp, Natascha Sommer, Stefan Andreas et al. 2024
Pneumologie 78: 05, 320-324. DOI: 10.1055/a-2282-9908
E-Zigaretten werden v. a. von Jugendlichen und jungen Erwachsenen konsumiert. Aromen in E-Zigaretten erhöhen deren Attraktivität und fördern den Einstieg von Jugendlichen und Erwachsenen in den Konsum. Dadurch werden insbesondere junge Menschen dem Risiko einer Nikotinabhängigkeit und vielfältigen toxischen Substanzen aus dem Aerosol der E-Zigaretten ausgesetzt. Es gibt Hinweise, dass verschiedene Aromen in E-Zigaretten gesundheitsschädlich sind, wobei für die Mehrheit der Aromen bislang toxikologische Untersuchungen noch fehlen. Hier besteht ein Bedarf für unabhängige wissenschaftliche Untersuchungen. Die beteiligten wissenschaftlichen Fachgesellschaften fordern ein Verbot von Aromen in E-Zigaretten, ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten, eine wirksame Regulierung des Verkaufs von E-Zigaretten und eine wirksame Kontrolle und Umsetzung der Bestimmungen des Jugendschutzes.
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Februar 2024: Deutsche Übersetzung der ERS-Stellungnahme zu neuartigen Nikotin- und Tabakprodukten, ihrer Rolle bei Tabakkontrolle und „Harm Reduction“
Daniel Tzu-Hsuan Chen, Jonathan Grigg, Filippos T. Filippidis im Namen des Tobacco Control Committee der European Respiratory Society(ERS)
Was sind neuartige und aufkommende Nikotin- und Tabakerzeugnisse?
Was ist die sog. „Harm Reduction“-Strategie der Tabakindustrie?
Welche gesundheitlichen Auswirkungen haben neuartige Nikotin- und Tabakerzeugnisse?
Zur englischen Originalfassung
Die Stellungnahme der European Respiratory Society in einer Übersetzung von Prof. Dr. med. Stefan Andreas
Zur deutschen Fassung
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Mai 2023: Positionspapier zum Vorhaben der Regierungskoalition, eine kontrollierte Abgabe von Cannabis zu Genusszwecken in lizenzierten Geschäften zu realisieren
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April 2023: Tabakentwöhnung bei hospitalisierten Patienten:innen – Stationär einleiten, ambulant fortführen
Ein Positionspapier der Task Force Tabakentwöhnung der DGP in Zusammenarbeit mit DGIM, DGK, DGA, DGHO, DGT, BdP, VPK, DLS, DAL, DHS, DNRfK
Matthias Raspe, Robert Bals, Servet Bölükbas et al.
Pneumologie 2023; 77:6, 341-349. DOI: 10.1055/a-2071-8900.
Tabakrauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Die Auswirkungen sind individuell und gesellschaftlich gravierend. Dennoch ist die Prävalenz aktuell Tabakrauchender in Deutschland mit ca. 35% weiterhin hoch. Sorge bereitet zudem ein zuletzt starker Anstieg aktiv rauchender Jugendlicher (14- bis 17-Jährige, aktuelle Prävalenz ca. 16%) und junger Erwachsener (18 bis 24-jährige, aktuelle Prävalenz ca. 41%). Etwa ein Drittel der stationär behandelten Patienten:innen rauchen. Die Hospitalisierung von aktiven Rauchern:innen in Akut- und Rehakliniken ist als „teachable moment“ ein günstiger Zeitpunkt, eine Tabakentwöhnung einzuleiten. Eine Intervention, die im Krankenhaus beginnt und nach der Entlassung mindestens einen Monat lang fortgesetzt wird, führt zu etwa 40% zusätzlich entwöhnter Patienten:innen. Sie ist wissenschaftlich gut untersucht, effektiv und kosteneffizient. Die poststationäre Anbindung kann an ein Tabakentwöhnungsprogramm, eine Rehabilitationseinrichtung, ein Internet- oder Telefonangebot erfolgen. Es bestehen in Deutschland strukturierte und qualitätsgesicherte Angebote zur Umsetzung sowohl für den stationären als auch für den ambulanten Bereich. Größtes Hindernis für eine breite Etablierung solcher Angebote ist die fehlende Kostenerstattung. Zwei umsetzbare Wege dies zu ändern, wären die Einführung eines Zusatzentgelts für den bestehenden OPS 9-501 „Multimodale stationäre Behandlung zur Tabakentwöhnung“ sowie die Etablierung von Qualitätsverträgen nach §110a SGB V. Ein Ausbau der Tabakentwöhnung in Gesundheitseinrichtungen würde die Rauchprävalenz und die damit einhergehenden Erkrankungen sowie die konsekutiven Kosten nachhaltig reduzieren.
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Februar 2023: Reglementierung von Einweg-E-Zigaretten
zum Vorstoß des neuen Vorsitzenden der Gesundheitsministerkonferenz Manne Lucha
zur Stellungnahme
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November 2022: Gesundheitsschutz geht vor – Für ein Rauchverbot in Autos bei Anwesenheit von Minderjährigen oder Schwangeren
Künftig muss in geschlossenen Fahrzeugen in Anwesenheit von Minderjährigen oder Schwangeren das Rauchen verboten sein.
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April 2022: Empfehlungen zum Umgang mit der elektronischen Zigarette (E-Zigarette)
Ein Positionspapier der DGP in Zusammenarbeit mit DGIM, DGK, DGA, DGHO, DGT, DKG, GPP, BdP, VPK, DZL, DAL, DLS, DKH, DHS
- Hintergrundinformationen
- Tobacco-Harm-Reduction
- Gesundheitsrisiken der E-Zigarette
- Tabakentwöhnung mit E-Zigarette?
- Sollen Raucher:innen die E-Zigarette zur Tabakentwöhnung nutzen?
- Sollen lungenkranke Raucher:innen die E-Zigarette zur Tabakentwöhnung nutzen?
- Welche Gesundheitsrisiken hat die E-Zigarette?
- Wie sollen E-Zigaretten-Nutzende beraten werden?
- Ist die E-Zigarette gegenüber Nikotinersatzpräparaten oder anderen Medikamenten zu bevorzugen?
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September 2021: Ärztliche Tabakentwöhnung: Wirksamkeit und Potentiale
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Mai 2021: COVID-19 und Rauchen - Ein Positionspapier der Task Force Tabakentwöhnung der DGP
Matthias Raspe, Robert Bals, Thomas Hering et al.
Pneumologie 2021; 75:11, 846-855, DOI: 10.1055/a-1503-1744
Tabakrauchen geht mit einem erheblichen Gesundheitsrisiko einher. Die Mortalität durch Tabak-assoziierte Erkrankungen wird durch die WHO für das Jahr 2020 auf über 8 Millionen Menschen weltweit geschätzt. Tabakrauchen ist auch ein seit langem gut belegter Risikofaktor für unterschiedliche pulmonale Infektionserkrankungen. Somit stellt sich die Frage, ob Rauchen das Auftreten und schwere Verläufe einer SARS-CoV-2-Infektion begünstigt.
Um diese Frage zu beantworten, haben wir einen narrativen Review durchgeführt. Insbesondere haben wir systematisch nach Metaanalysen zum Thema gesucht, die im Jahr 2021 publiziert wurden. Sieben Meta-Analysen wurden identifiziert. Tabakrauchen war dabei mit einem erhöhten Risiko schwerer Krankheitsverläufe (Bereich des Odds Ratios/ORs von aktiven Rauchern vs. Nierauchern 1,55–2,19 und von ehemaligen Rauchern vs. Nierauchern 1,20–2,48) und einer erhöhten Krankenhaussterblichkeit (Bereich der ORs von aktiven Rauchern vs. Nierauchern 1,35–1,51 und ehemaligen Rauchern vs. Nierauchern 1,26–2,58) an COVID-19 assoziiert. Dabei sind offenbar neben einer direkten pulmonalen Schädigung durch das Rauchen v. a. Tabak-assoziierte Begleiterkrankungen und damit die kumulative Tabakexposition für schwere Verläufe verantwortlich. Für das Infektionsrisiko ist die Datenlage nicht eindeutig, auch wenn eine britische Studie mit über 2,4 Millionen Personen eine Assoziation von Tabakrauchen und COVID-19-typischen Symptomen beschreibt. Für die E-Zigarette und Tabakerhitzer stehen weniger Daten zur Verfügung. Laborexperimentelle und erste klinische Daten legen aber auch für diese Nikotinprodukte einen ungünstigen Einfluss auf SARS-CoV-2-Infektionen nahe.
Gerade während der SARS-CoV-2-Pandemie mit stark begrenzten therapeutischen Möglichkeiten für COVID-19 ist es wichtig, aktive Raucher auf die Gefahren des Konsums hinzuweisen und eine Entwöhnungsbehandlung zu ermöglichen, die auf einer breiten Evidenz und Erfahrung fußt. In Deutschland gibt es dabei erheblichen Nachholbedarf. Erforderlich ist daher eine Regelung, die die Kostenübernahme für wissenschaftlich gesicherte Methoden der Tabakentwöhnung durch die gesetzliche Krankenversicherung ermöglicht.
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November 2020: Tabakentwöhnung mit E-Zigarette?
Eine ad hoc Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP)
vom 2. November 2020
zur Stellungnahme
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September 2019: Hinweis für klinisch tätige PneumologInnen auf mögliche schwere Lungenerkrankungen nach E-Zigarettenkonsum (Empfehlung)
Videoreihen
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Frühjahr 2025: Altes Gift in neuen Hülsen? Die E-Zigarette zwischen Werbeversprechen und Wirklichkeit
Online-Vortragsreihe
der YoungDGP und der Sektion E3: Tabakprävention und Gesundheitsfürsorge
wissenschaftliche Leitung: YoungDGP/Dr. Andreas Knaack
Nach jahrelangen Fortschritten im Kampf gegen Tabakrauchen und Nikotinsucht sind in jüngster Zeit auch wieder steigende Prävalenzen des Nikotinkonsums festzustellen. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist der zunehmende Gebrauch von E-Zigaretten und anderen neuartigen Tabakprodukten, der insbesondere unter jungen Menschen Verbreitung findet. In der Ärzteschaft besteht zu diesen Suchtmitteln oft nur oberflächliches Wissen und es haben sich Mythen und Fehlinformationen etabliert.
Seitens der Young-DGP wollten wir daher zusammen mit der Sektion für Tabakprävention und Gesundheitsfürsorge der DGP in dieser Online-Vortragsreihe einen umfassenden Überblick zu den tatsächlichen Gefahren neuartiger Tabakprodukte geben und aufzeigen, wie Schadensprävention wirklich geht: ohne E-Zigarette.
Schädlichkeit des klassischen Tabakkonsums
Dr. Andreas Knaack / Prof. Dr. Stefan Andreas
Light, lighter, am lightesten: die E-Zigarette im Kontext bisheriger Verharmlosungsstrategien
Dr. Univ. Sfax Malek Chaabouni / Matthias Urlbauer
Varianten neuartiger Tabakprodukte und deren Rolle als Lifestyle- und Einstiegsdroge
Dr. Lisa Jung / Dr. Claudia Bauer-Kemény
Suchtpotenzial der E-Zigarette
Dr. Katharina Buschulte / PD Dr. Tobias Rüther
Schadenspotenzial E-Zigarette – mehr als nur heiße Luft!
Dr. Espen Groth / PD Dr. Klaas Franzen
Bye bye Tabakprodukte – Tabakentwöhnung alltagstauglich
Prof. Dr. Christoph Fisser / Dr. Karin Vitzthum
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März 2024/April 2025: Bühnengespräche auf dem DGP-Kongress
Präsentationen und Bühnengespräche in der DGP-Lounge
Schützen wir die Jugend – die Tabakindustrie greift mit neuen Nikotinprodukten an!
DGP-Kongress 2025 in Leipzig
- Influencer und Paketdienste – der Nikotinindustrie schutzlos ausgeliefert
Dr. Claudia Bauer-Kemény (Heidelberg) und Matthias Urlbauer (Nürnberg) - E-Zigaretten? Effektive Tabakentwöhnung geht anders
Prof. Dr. Stefan Andreas (Immenhausen/Göttingen) und Dr. Alexander Rupp (Stuttgart) - Herangezoomt: Die Sprache der Nikotinindustrie
Mag.a Waltraud Posch (Graz)
Verbot von Aromen in E-Zigaretten. Daten zu gesundheitsschädlichen Wirkungen
DGP-Kongress 2024 in Mannheim
eingeschränkte Videoqualität
- Prof. Dr. Reiner Hanewinkel (Kiel)
- Dr. Alexander Rupp (Stuttgart)
- Prof. Dr. Wolfram Windisch (Köln)
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Mai 2019: Unterstützung bei Tabakentwöhnung. Vertiefung und Gesprächstechniken für Ärztinnen und Ärzte in 16 anschaulichen Clips
1 Stadien der Rauchentwöhnung
- 1.1 Stabiler Raucher
- 1.2 Dissonante Phase
- 1.3 Vorbereitung Rauchstopp
- 1.4 Rauchstopp
- 1.5 Rückfallprophylaxe
- 1.6 Beratung Rückfall Fagerström CO
2 Spezielle Gesprächstechniken
- 2.1 Gesprächstechnik Offene Fragen Skalierung
- 2.2 Gesprächstechnik Bestärken Lob
- 2.3 Gesprächstechnik Reflexion
- 2.4 Gesprächstechnik Zusammenfassen
3 Reaktion auf klassische Patientengegenargumente
Präsentation neuer Daten zu Aromen in E-Zigaretten auf dem DGP-Kongress 2024
weitere Publikationen und Pressemeldungen
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3. Dezember 2025: Lungenärzte fordern lückenlosen Gesundheitsschutz – ohne Ausnahmen. Offener Brief zur Novellierung des Landesnichtraucherschutzgesetzes in Baden-Württemberg
Laut Medienberichten sind im neuen, noch nicht öffentlich verfügbaren, Referentenentwurf zur Novellierung des Landesnichtraucherschutzgesetzes in Baden-Württemberg weiterhin Ausnahmen im Nichtraucherschutz in Gaststätten und in Bier-, Wein- und Festzelten vorgesehen, die mit gesundheitlichen Gefahren für Nichtrauchende in Baden-Württemberg und insbesondere für Schutzbedürftige wie Kinder, Jugendliche, Schwangere, Menschen mit chronischen Erkrankungen und ältere Menschen verbunden sind.
Die DGP, der BdP, der BdP Baden-Württemberg und die Deutsche Lungenstiftung appellieren mit diesem offenen Brief an die Landesregierung in Baden-Württemberg und fordern, dass im novellierten Landesnichtraucherschutzgesetz sämtliche bisher vorgesehenen Ausnahmen in Gaststätten, Bier-, Wein- und Festzelten ersatzlos gestrichen werden. Es darf keine Orte geben, an denen Nichtrauchende weiterhin gesundheitsschädlichem Passivrauch ausgesetzt sind. Andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen oder Bayern haben bereits mit Erfolg strikte und ausnahmslose Nichtraucherschutzregelungen eingeführt. Baden-Württemberg sollte diesem Beispiel folgen und als Vertreter für lückenlosen Gesundheitsschutz vorangehen.
Genug Beispiele zeigen, dass ein konsequenter Nichtraucherschutz in Gaststätten und Festzelten nicht zum Untergang der Gastronomie führt. Jährlich sterben hierzulande mehr als 127.000 Menschen an den Folgen rauchbedingter Erkrankungen und weitere 2.000-3.000 am Passivrauchen. Mit 33 % ist die Raucherquote der über 14jährigen besonders hoch – und die deutsche Tabakkontrollpolitik gehört zu den schwächsten Europas. Hier ist eine Möglichkeit, sie voranzubringen.
Lesen Sie die wichtigsten Zahlen und Argumente im offenen Brief.
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17. November 2025: Hinweis zur Teilnahme am Philip Morris Award für gesellschaftliches Engagement
Das Engagement von Bürger:innen und Initiativen für gesellschaftliche Belange verdient höchste Anerkennung. Die Preisvergabe durch den Tabakkonzern Philip Morris ist jedoch kritisch zu betrachten. Philip Morris erzielt Gewinne mit gesundheitsschädlichen Tabak- und Nikotinprodukten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rät von jeder Form der Zusammenarbeit mit Tabakindustrieunternehmen ab – insbesondere, wenn diese in Form von Preisen oder öffentlichen Auszeichnungen erfolgt. Solche Auszeichnungen dienen erfahrungsgemäß auch als Werbung für die Tabakindustrie und tragen zur Imageverbesserung des Konzerns in der Öffentlichkeit bei
Es ist eine langjährige Strategie von Philip Morris, gesellschaftliches Engagement für eigene Zwecke zu nutzen, zum Beispiel durch die Vergabe des Philip Morris Award für gesellschaftliches Engagement. Die Deutsche Lungenstiftung und das Aktionsbündnis Nichtrauchen setzen sich für Tabak- und Nikotinprävention ein und sprechen sich gegen jegliche Kooperation mit Tabakunternehmen aus. Die Annahme eines von der Tabakindustrie gestifteten Preises steht im Widerspruch zu den Zielen des Schutzes der öffentlichen Gesundheit und der Prävention.
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16. September 2025: Neue Studie: Nikotinbeutel und E-Zigaretten unterlaufen in Deutschland gesetzliche Bestimmungen – Jugendschutz häufig unwirksam
Immer mehr Kinder und Jugendliche greifen zu neuen Nikotinprodukten. Neben E-Zigaretten ist vor allem der Konsum von in Deutschland verbotenen Nikotinbeuteln besorgniserregend. Jüngste Zahlen zeigen, dass bereits jeder siebte Schüler und jede zehnte Schülerin im Alter von 16 und 17 Jahren schon einmal Nikotinbeutel konsumiert hat. Der Konsum dieser Produkte ist keineswegs unbedenklich. Für Nikotinbeutel – tabakfreie, aber nikotinsalzhaltige Produkte zum oralen Konsum – sind vielfältige gesundheitliche Risiken belegt, vor allem im Hinblick auf das Herz-Kreislaufsystem und die Mundgesundheit. Unabhängige Tests zeigen jetzt erstmals, wie einfach trotz Verkaufsverbotes die Produkte in Deutschland zu beziehen sind – und dabei der Jugendschutz sowie gesetzliche Bestimmungen unterlaufen werden. „Es wird systematisch eine neue Generation von Abhängigen herangezogen und die Behörden scheinen an dieser Stelle keine Kontrolle mehr über den Jugendschutz zu haben“, warnt Professor Christian Taube, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). „Hier sehen wir auch die Gesundheitspolitik in der Pflicht! Was nützen die Gesetze, wenn deren Einhaltung nicht durchgesetzt wird?“
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25. Juni 2025: Steuererhöhungen auf Tabak- und Nikotinprodukte: Aktionsbündnis aus 20 medizinischen Fachgesellschaften und Spitzenorganisationen fordert konsequentere Tabakkontrolle in Deutschland
Deutschland setzt mit seiner mangelhaften Tabakkontrolle viele Menschenleben aufs Spiel – gibt jedoch im Gesundheitssystem viel Geld aus, um Menschenleben zu retten. Deshalb fordern das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) mit seinen 20 Mitgliedsorganisationen, darunter die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und die Deutsche Lungenstiftung (DLS), mehr Tabakkontrolle in Deutschland ab sofort durchzusetzen. Dazu zählen ein konsequenter Nichtraucherschutz, Förderung von Hilfsangeboten zum Rauchstopp, verbesserter Jugendschutz sowie ein Aromenverbot für E-Zigaretten. „Zudem müssen schnellstmöglich die EU-Tabakproduktrichtlinie und die Tabakwerberichtlinie überarbeitet werden, um neue Produkte wie Tabakerhitzer und E-Zigaretten stärker zu regulieren und die Steuerpflicht auszuweiten“, erklärt Professorin Sabina Ulbricht, Vorstandsvorsitzende des ABNR.
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7. April 2025: Influencer, E-Zigaretten und die Sprache der Nikotinindustrie: Lungenmediziner fordern Politik zu konsequentem Jugendschutz auf – Untersuchungen zeigen Lücken, Verharmlosung und Falschinformationen
„Die Tabakindustrie greift mit immer neuen Nikotinprodukten an – die Jugend ist dem nahezu schutzlos ausgesetzt. Damit ziehen wir uns kontinuierlich neue Generationen von Nikotin-Abhängigen heran“, sagt Professor Wolfram Windisch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel drängen auf den Markt. Schon jetzt verursachen rauchbedingte Erkrankungen jährlich fast 100 Milliarden Euro an ökonomischen Kosten. „Neueste Untersuchungen zeigen, dass Produkte verharmlost werden, falsche Versprechungen zur Tabakentwöhnung kursieren und Lücken beim Jugendschutz schamlos ausgenutzt werden“, so Windisch. Die DGP fordert von der sich jetzt bildenden Regierungskoalition: „Sie müssen Kinder und Jugendliche vor dem enormen Suchtpotenzial der bunten Nikotin-Produkte besser schützen.“
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18. Februar 2025: Nach Verbot in Frankreich: Lungenärzte fordern Verkaufsstopp für Einweg-E-Zigaretten auch in Deutschland
Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) fordert ein schnellstmögliches Verbot von Einweg-E-Zigaretten! „Die neue Bundesregierung darf keine Zeit verlieren und sollte nach der Wahl sofort handeln, um eine neue Generation von Nikotinabhängigen zu verhindern“, erklärt Professor Wolfram Windisch, Präsident der DGP und Chefarzt der Lungenklinik an den Kliniken der Stadt Köln. „Einweg-E-Zigaretten stellen eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit dar, insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene.“ Deutschland dürfe in diesem Punkt anderen Ländern nicht weiter hinterherhinken. In der vergangenen Woche hat der französische Senat das Verbot von Einweg-E-Zigaretten verabschiedet, schon zuvor ist Belgien diesen Schritt gegangen.
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12. Dezember 2024: Pneumologen-Verbände fordern: Nichtraucher und Kinder an öffentlichen Plätzen besser vor Nikotin- und Feinstaubbelastungen schützen
Nichtraucher und insbesondere Kinder müssen in Deutschland besser vor Nikotin- und Feinstaubbelastungen geschützt werden – vor allem im öffentlichen Raum, gerade auch im Freien! Das fordern führende Lungenärztinnen und -ärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), der Deutschen Atemwegsliga (DAL) sowie der Deutschen Lungenstiftung (DLS). Hintergrund: In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Menschen neu an Lungenkrebs. Darüber hinaus versterben noch einmal rund 45.000 Menschen pro Jahr, da diese Erkrankung meistens erst im fortgeschrittenen Tumorstadium festgestellt wird. „Gerade beim Schutz von vulnerablen Gruppen, wie Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen oder auch Schwangeren und Heranwachsenden, dürfen wir nicht länger das Schlusslicht Europas sein. Andere EU-Länder sind fortschrittlicher, hierzulande ist der Einfluss der Tabaklobby deutlich zu spüren“, heißt es von den Verbänden. Ihr Aufruf an die Politik: „Setzen Sie ein Zeichen und schreiben Sie jetzt konkrete Nichtraucher-Schutzmaßnahmen in die Parteiprogramme zur nächsten Bundestagswahl!“
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7. November 2024: Kein Geld, keine Kooperationen, volle Transparenz: Lungenärzte veröffentlichen neuen Kodex zum Umgang mit der Tabakindustrie
Es gibt neue Handlungsempfehlungen für wissenschaftliche Fachgesellschaften zum Umgang mit der Tabak- und Nikotinindustrie. Ein jetzt veröffentlichtes Positionspapier von 16 Medizingesellschaften und Gesundheitsinstitutionen skizziert unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), wie dem starken Einfluss der Tabaklobby begegnet werden kann, um die Unabhängigkeit zu wahren. Schon vor mehr als 70 Jahren hat die Tabakindustrie damit begonnen, Einfluss auf die Politik, das Gesundheitswesen und die Gesellschaft zu nehmen. In einem Rahmenabkommen fordert die Weltgesundheitsorganisation WHO die Vertragsstaaten deswegen dazu auf, diesen Einfluss weiter zu minimieren. „Dieser Aufforderung sind wir gefolgt und haben jetzt mit anderen medizinischen Fachgesellschaften regulatorische Empfehlungen zum Umgang mit der Tabakindustrie formuliert“, erklärt Koordinator Professor Stefan Andreas, Sprecher der DGP-Sektion Tabakprävention und Gesundheitsfürsorge sowie Chefarzt der Lungenfachklinik Immenhausen.
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1. Juli 2024: Offener Brief an Umweltministerin Lemke: Verbot von Einweg-E-Zigaretten
Der regelrechte Boom an Einweg-E-Zigaretten ist eine Gefahr für die Gesundheit – und führt auch zu einem unnötigen Verbrauch an Ressourcen und verheerenden Bränden durch enthaltene Lithium-Ionen-Batterien. In Deutschland werden schätzungsweise mehr als 5 Millionen Einweg-E-Zigaretten pro Woche konsumiert. Den offenen Brief der Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben neben der DGP auch die Bundesärztekammer und weitere Fachgesellschaften und Organisationen mitgezeichnet, darunter das Aktionsbündnis Nichtrauchen, der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft, der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, das Deutsche Krebsforschungszentrum, die Deutsche Atemwegsliga, die Deutsche Lungenstiftung, das Deutsche Kinderhilfswerk, die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, das Deutschen Kinderhilfswerk, der Naturschutzbund, der Verband kommunaler Unternehmen.
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28. Mai 2024: Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai: „Aromen-Verbot für E-Zigaretten, Tabakentwöhnung finanzieren, Jugendliche besser aufklären“
Im Kindes- und Jugendalter ist die E-Zigarette mittlerweile das am häufigsten konsumierte nikotinhaltige Produkt, noch vor der Tabakzigarette und der Wasserpfeife. Unter den 14- bis 17-Jährigen hat sich vom Jahr 2021 auf 2022 die Nutzung von E-Zigaretten verfünffacht. Mehr als jeder Dritte – genauer gesagt 37,5 Prozent – dieser Altersgruppe hatte 2023 schon einmal E-Zigaretten konsumiert. Die Zahl der erwachsenen E-Zigaretten-Nutzenden in Deutschland lag zuletzt geschätzt bei mehr als zwei Millionen. Gleichzeitig erkranken in Deutschland jährlich rund 50.000 Menschen an Lungenkrebs. Eine der Hauptursachen: Rauchen. „Dem müssen wir jetzt entgegenwirken, bevor wir uns mit der E-Zigarette eine neue Generation Nikotin-Abhängiger heranziehen“, sagt Professor Wolfram Windisch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai fordert Windisch: „Aromastoffe in E-Zigaretten müssen schnellstmöglich verboten werden, die Gesundheitspolitik muss dringend Programme zur Tabakentwöhnung finanzieren und wir brauchen eine deutlich bessere Aufklärung von Jugendlichen, damit diese nicht auf die verführerischen, aber krankmachenden Angebote der Zigarettenindustrie hereinfallen.“
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20. März 2024: Lungenmediziner fordern Aromen-Verbot für E-Zigaretten: Neue Studiendaten zeigen deutliches Schadenspotenzial auf
Neue Daten legen nahe: Aromastoffe in E-Zigaretten müssen schnellstmöglich verboten werden! Das fordert jetzt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Grundlage dafür sind aktuelle Erkenntnisse des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel, kurz IFT-Nord. Neueste wissenschaftliche Daten zeigen, dass Aromen den Raucheinstieg erleichtern, das Suchtpotenzial erhöhen oder durch tieferes Inhalieren die Aufnahme toxischer Substanzen deutlich steigern. „Diese Aromen haben ein erhebliches Schadenspotenzial und müssen schnellstmöglich vom Markt genommen werden“, sagt Professor Wolfram Windisch (Foto links), Präsident der DGP. Die Fachgesellschaft stellt heute ein Positionspapier vor, das vor allem mit Blick auf Jugendliche von der Politik eine strengere Regulierung des Verkaufs von E-Zigaretten fordert.
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20. Oktober 2023: Finanzierung der Tabakentwöhnung: Rauchstopp nicht auf Patienten abwälzen. Kommentar des DGP-Präsidenten
Insbesondere vor dem Hintergrund des vor allem unter Jugendlichen wieder steigenden Tabakkonsums muss die Tabakentwöhnung effizient und flächendeckend verfügbar werden. Hier hinkt Deutschland anderen hinterher, nicht zuletzt, weil die Kosten nicht übernommen werden.
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7. September 2023: Vom Landesvater zum Lobbyisten: DGP kritisiert Politikerwechsel zu Tabakkonzern
Der frühere SPD-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, ist seit September für den global agierenden US-Tabakkonzern Philip Morris tätig. Dort leitet er künftig den Geschäftsbereich External Affairs der Deutschland-Tochter des Zigarettenherstellers. „Wir kritisieren diese Personalien scharf, weil damit der Einfluss der Tabaklobby auf politische Entscheidungen in Deutschland weiter zunimmt. Wenn ehemalige Spitzenpolitiker plötzlich den Verkauf von Tabakerhitzern oder E-Zigaretten unterstützen, dann müssen wir als Mediziner auf die schädigenden Gesundheitsfolgen aufmerksam machen“, sagt Professor Wolfram Windisch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).
Auch zur Rolle der E-Zigarette bei der Rauchentwöhnung hat der Mediziner eine klare Meinung: „Elektronische Zigaretten eignen sich nicht zur Tabakentwöhnung. Das Rückfall- und Gesundheitsrisiko ist zu groß: Wer entzündungsfördernde, toxische Substanzen sowie Aromen durch die E-Zigarette inhaliert, riskiert einen fortlaufenden Schaden an den Bronchien und am Lungengewebe.“ Wer den Rauchstopp allein nicht schaffe, solle wissenschaftlich geprüfte Behandlungen in Anspruch nehmen. Windisch fordert von der Politik: „Wir brauchen mehr Geld für funktionierende Programme zur Tabakentwöhnung, das kann wirklich helfen“, so der Chefarzt der Lungenklinik an den Kliniken der Stadt Köln.
Mehr Informationen gibt es im DGP-Positionspapier: Empfehlungen zum Umgang mit der elektronischen Zigarette. Hieran haben neben der DGP 14 weitere Fachgesellschaften und Organisationen mitgewirkt.
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30. Mai 2023: Zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai: „E-Zigaretten eignen sich nicht zur Tabakentwöhnung – Jugendliche besser aufklären“
Immer mehr Jugendliche rauchen. Unter den 14- bis 17-Jährigen hat sich der Anteil von Tabakrauchern zuletzt fast verdoppelt: von 8,7 Prozent in 2021 auf 15,9 Prozent in 2022. Noch deutlicher wird dieser Trend beim Konsum von E-Zigaretten – deren Nutzung hat sich unter den 14- bis 17-Jährigen im gleichen Zeitraum verfünffacht. „Dies sollte uns Warnung genug sein, um endlich gegenzusteuern“, mahnt Professor Wolfram Windisch (Foto), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) zum Weltnichtrauchertag am 31 Mai. „Deswegen brauchen wir das Verbot von Tabak-Aromen und mehr Geld für funktionierende Programme zur Tabakentwöhnung“, so der Chefarzt der Lungenklinik an den Kliniken der Stadt Köln. „Wir müssen Jugendliche zudem besser über die langfristigen Gefahren des Rauchens aufklären.“
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20. April 2023: „Wir könnten zusätzliche 40 Prozent unserer Patienten vom Tabak entwöhnen!“ – Pneumologen fordern in Positionspapier die Finanzierung passender Angebote
Die Deutschen rauchen zu viel: 35 Prozent der Bevölkerung greift aktuell zum Tabak und verursacht durch Folgekrankheiten mittelfristig steigende Kosten im Gesundheitssystem. Dabei haben 70 Prozent aller Rauchenden den Wunsch aufzuhören. Die meisten schaffen es nicht, weil passende Unterstützungsangebote zur Rauchentwöhnung fehlen – aus Kostengründen. Das will die Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) ändern und macht der Gesundheitspolitik in einem Positionspapier jetzt Vorschläge zur Finanzierung passender Programme, die während eines Krankenhausaufenthaltes beginnen und dann ambulant weitergeführt werden.
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24. Mai 2022: Cannabis-Legalisierung: Lungenmediziner fordern die Finanzierung von intensiver Begleitforschung ab dem ersten Abgabetag!
Drogenkonsum zwischen Genuss und Gesundheit: Die von der Bundesregierung geplante kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken muss ab dem ersten Abgabetag streng wissenschaftlich begleitet werden, fordert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).
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7. April 2022: Tabakentwöhnung: Neue Empfehlungen zum Umgang mit E-Zigaretten – Medizinische Fachgesellschaften fordern bessere Unterstützung für den Rauchstopp
Zu großes Rückfall- und Gesundheitsrisiko: Elektronische Zigaretten eignen sich nicht zur Tabakentwöhnung. Zu diesem Ergebnis kommt das heute veröffentliche Empfehlungspapier der DGP, dem sich 14 weitere medizinische Fachgesellschaften und Organisationen angeschlossen haben.
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8. September 2021: Tobacco Industry Interference Index Germany 2021
Global Center for Good Governance in Tobacco Control (GGTC)
zum Bericht
zur Pressemitteilung
zur Website
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10. August 2021: Stellungnahme des Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. zu Nikotinbeuteln
Nikotin macht süchtig und ist gesundheitsgefährdend. Die von der Tabakindustrie neu eingeführten Nikotinprodukte in Form von Nikotinbeuteln (Nikotin Pouches) auf dem deutschen Markt dienen der Ausweitung des Suchtmittelmarktes. Dem entgegen stehen der vorbeugende Verbraucherschutz und die Gesundheitsinteressen der Bevölkerung.
Die DGP ist Mitglied im Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR).
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5. August 2021: zum WHO Report on the Global Tobacco Epidemic
WHO-Report zur globalen Tabakepidemie, September 2021
zum Bericht
Neue Produkte wie E-Zigaretten und Tabakerhitzer könnten Fortschritte im Kampf gegen den Tabakkonsums gefährden: DGP fordert gesundheitspolitische Maßnahmen
zur Pressemitteilung der DGP (pdf)
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August 2021: ABNR-Informationsblatt: Vorsicht Tabakindustrie: Umfragen und Kooperationsangebote an Angehörige der Gesundheitsberufe
August 2021
zum Informationsblatt
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28. Juni 2021: Das Einsparpotential der Behandlungskosten bei COPD durch Rauchstopp - Modellierung für DMP COPD in Deutschland vom Wissenschaftlichen Aktionskreis Tabakentwöhnung e.V.
28. Juni 2021
zum Artikel
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25. Mai 2021: DGP warnt vor E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung. Warum Nichtraucher auch Nichtdampfer sein sollten
„Sag ja zum Rauchverzicht“ – unter dieses Motto hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den diesjährigen Welt-Nichtrauchertag am 31. Mai gestellt. Das „Ja“ zum Rauchausstieg sollte dabei nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) auch ein „Ja“ zum Verzicht auf E-Zigaretten beinhalten. Es sei nicht belegt, dass das „Dampfen“ den Tabakausstieg tatsächlich erleichtert, betonen die Lungenärzte im Vorfeld des 61. Kongresses ihrer Fachgesellschaft. Außerdem berge auch der Konsum von E-Zigaretten Gesundheitsrisiken.
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15. Dezember 2020: „Die E-Zigarette ist zur Raucherentwöhnung nicht geeignet“
Unter dem Stichwort der „harm reduction“ werden E-Zigaretten vielfach als weniger gefährlich bezeichnet als herkömmliche Zigaretten und sogar zur Raucherentwöhnung empfohlen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) widerspricht dieser Darstellung deutlich.
Interview von Gesundheitsstadt Berlin mit Prof. Wulf Pankow
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28. Mai 2020: Endlich rauchfrei in Zeiten von SARS-CoV-2 und COVID-19
Lungenexperten empfehlen Entwöhnungsprogramme statt E-Zigaretten
Pressemitteilung der DGP zum Weltnichtrauchertag
zur Pressemitteilung
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Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. (ABNR)
Im Aktionsbündnis Nichtrauchen e.V. arbeiten rund zwanzig Gesundheitsgorganisationen zusammen, um auch politische Maßnahmen zur Eindämmung der Gesundheitsgefahren durch Rauchen und Passivrauchen anzustoßen und zu fördern. Die DGP ist bereits 2007 beigetreten und engagiert sich aktiv für die Zusammenarbeit und die gemeinsamen Projekte des ABNR.
Sprecher der DGP beim ABNR: Prof. Dr. med. Stefan Andreas
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31. Mai 2024: Initiative für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol- und Nikotin-Marketing
Initiative eines breiten Bündnisses von Fachorganisationen