Pneumologie-Kongress: 4.700 Teilnehmer übertreffen Erwartungen – Preise über 35.000 Euro für bedeutende wissenschaftliche Arbeiten verliehen

Volle Vortragsräume: 4.700 Teilnehmende kommen zum Pneumologie-Kongress nach Düsseldorf. Foto: Mike Auerbach

Herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Beatmungsmedizin vielfach ausgezeichnet: Im Rahmen des Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) wurden jetzt die bedeutendsten Preise des Faches verliehen. Mehr als 4.700 Personen haben an der Veranstaltung im Düsseldorfer Congress Center teilgenommen. „Wir haben einen spannenden, mitreißenden und inhaltlich aufschlussreichen Kongress erlebt, der unsere Erwartungen deutlich übertroffen hat. Sehr viele Kolleginnen und Kollegen sind nach Düsseldorf gereist, um von führenden Expertinnen sowie Experten unseres Faches die neuesten Erkenntnisse präsentiert zu bekommen“, bilanziert Kongresspräsident Professor Christian Taube, Direktor der Klinik für Pneumologie der Universitätsmedizin Essen – Ruhrlandklinik. „Zudem haben wir die wichtigsten Arbeiten unseres Fachgebietes hervorgehoben und ausgezeichnet.“ Die beim Pneumologie-Kongress verliehenen Preis sind insgesamt mit 35.000 Euro dotiert und honorieren Arbeiten, die von besonderer Relevanz für die Forschung sowie den klinischen Alltag sind und dadurch auch für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige.

Verliehen wurden die wichtigsten Preise der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und die Preise der eng mit der DGP kooperierenden Deutschen Lungenstiftung (DLS) – insgesamt dotiert mit 35.000 Euro. Hinzu kommt ein mit 3.300 Euro dotierter Schüler-Kreativwettbewerb der DLS. Hier sind die Preise und Preisträger in der Übersicht zusammengestellt:

Bedeutende Pneumologie-Forschungspreise über 20.000 Euro gehen nach Marburg und Aachen: Arbeiten zu Asthmatherapie und Atemnot beim Post-COVID-Syndrom ausgezeichnet

Der mit 10.000 Euro dotierte Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) für die beste grundlagenwissenschaftliche Arbeit geht in diesem Jahr an Dr. Bilal Alashkar Alhamwe von der Philipps-Universität Marburg. Ausgezeichnet wird er für zwei herausragende Publikationen, in denen er die Schutzfunktion von Umweltbakterien bei Bronchialasthma sowie die Immuntoleranz von regulatorischen T-Zellen untersucht, die beispielsweise das Entstehen von chronischen Entzündungen und Autoimmunkrankheiten verhindern. 

Der ebenfalls mit 10.000 Euro dotierte DGP-Forschungspreis für die klinische Forschung geht an Privatdozent Dr. Jens Spiesshoefer und Binaya Regmi vom RWTH Universitätsklinikum Aachen. In einem speziell entwickelten Labor können sie die Physiologie der Atempumpe untersuchen, also das Zusammenspiel von Atemzentrum, nervaler Weiterleitung des Atemantriebs, der unterschiedlichen Atemmuskeln – und hier insbesondere des Zwerchfells – sowie des knöchernen Thorax. Mit diesen Erkenntnissen ließe sich das Symptom der Luftnot viel differenzierter darstellen.

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Gegen Atemnotattacken und für bessere Abwehrkräfte der Atemwege: Dr. Karlotta Schlösser und Dr. Alexander Perniss erhalten Dissertationspreise der Deutschen Lungenstiftung über 6.000 Euro

Die Deutsche Lungenstiftung (DLS) verleiht heute im Rahmen des Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Düsseldorf den „Deutschen Dissertationspreis Pneumologie“. Der Preis im Gesamtwert von 6.000 Euro – gestiftet vom Unternehmen Boehringer Ingelheim Pharma – wird für die beste klinische sowie die beste experimentelle Dissertationsarbeit auf dem Gesamtgebiet der Pneumologie ausgeschrieben. Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Pneumologie.

Der DLS-Dissertationspreis für die beste klinische Arbeit ging an die 31-jährige Dr. Karlotta Schlösser (Foto) aus Köln. Sie ist wissenschaftliche Referentin bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Ausgezeichnet wird Karlotta Schlösser für ihre Arbeit zu einer möglichen neuen klinischen Behandlungsstrategie von Atemnotattacken.

Für die beste experimentelle Arbeit wurde der 34-jährige Dr. Alexander Perniss (Foto) aus Gießen prämiert. Der Preisträger hat mittlerweile eine Position als Postdoctoral Research Fellow am Brigham and Women‘s Hospital der Harvard Medical School in Boston an der amerikanischen Ostküste angenommen. Im Rahmen seiner Dissertation an der Universität Gießen, einem Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), hat er sich mit den Abwehr- und Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege beschäftigt, der sogenannten mukoziliären Clearance.

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Bessere Therapie von Lungenkrankheiten: Pneumologen zeichnen hervorragende Posterarbeiten aus

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hat im Rahmen ihres Kongresses in Düsseldorf jetzt die besten wissenschaftlichen Poster ausgezeichnet. Den mit 2.000 Euro dotierten ersten Platz belegt Nataliia Artysh (29 Jahre) vom Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin in Hannover. Sie präsentiert eine neuartige Langzeitkultur von Präzisionsschnitten des humanen Lungengewebes – hier speziell Gewebe bei einer idiopathischen Lungenfibrose, einer sehr schwerwiegenden chronische Erkrankung mit oft tödlichem Ausgang. Die Langzeitkultur ermöglicht erstmals eine sinnvolle Testung der antifibrotischen Wirkung von Medikamenten im Ex-vivo-Verfahren.

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Preis für den besten wissenschaftlichen Kongressbeitrag im Bereich der interventionellen Pneumologie geht an Jessica Nenner aus Essen

Der mit 1.000 Euro dotierte Abstract-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) geht an die 23-jährige Jessica Nenner, Medizinstudentin und Doktorandin an der Sektion Interventionelle Pneumologie in der Ruhrlandklinik Essen. Sie hat den Preis jetzt auf dem Pneumologie-Kongress in Düsseldorf erhalten. Ausgezeichnet wird sie für ihren wissenschaftlichen Kongressbeitrag mit dem Titel „Lungenvolumenreduktion durch bronchoskopische thermische Dampfablation (BTVA): 24-monatige Ergebnisse eines prospektiven Registers“. 

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Unterhaltsame Wissenschaft: Forscher präsentieren spannende Arbeiten beim Science Slam des Pneumologie-Kongresses – Preisgelder über 3.500 Euro vergeben

Interessante Forschungsarbeiten spannend präsentiert: Beim Science Slam des Pneumologie-Kongresses in Düsseldorf haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Chance genutzt, ihre Performancekünste zu zeigen, um so die eigenen Arbeiten unterhaltsam zu präsentieren. Vier Slammer – sie kommen aus Marburg, Berlin, Borstel und Gießen – haben im verbalen Kampf um den ersten Platz ihre Forschungsarbeit erlebbar gemacht. Den größten Zuspruch bei der Publikumsabstimmung hat Dr. Tobias Böselt vom Universitätsklinikum in Marburg erhalten. Insgesamt wird beim Science Slam der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) ein Preisgeld von 3.500 Euro ausgelobt.

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So bleibt die Lunge fit: Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich an Kreativwettbewerb – Preisgelder über 3.300 Euro

Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler haben sich in diesem Jahr am Kreativwettbewerb der Deutschen Lungenstiftung beteiligt. Gefragt waren kreative Arbeiten – zum Beispiel Zeichnungen, Malereien, Fotos, Grafiken, Mixed-Media-Arbeiten oder Kurzfilme –, die sich dem Themenkomplex „Meine Lunge – ein Leben lang fit“ widmen. Prämiert wurden jetzt die zehn besten Schüler-Arbeiten, zudem sind zwei Sonderpreise ausgelobt worden – die Preise sind insgesamt mit 3.300 Euro dotiert. Die vorderen drei Plätze belegen Schulklassen aus Wathlingen in Niedersachsen sowie Borken und Greven in Nordrhein-Westfalen, die nun beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Düsseldorf ausgezeichnet wurden.

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Terminhinweise:

Der nächste Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) findet vom 20. bis 23. März 2024 im Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. 

Hinweis für Redaktionen:

Die Bilder sämtlicher Preisträger liegen in hoher Auflösung vor und können gerne angefragt werden per E-Mail an: presse@pneumologie.de